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Baugebiet in Broistedt: CDU bezieht Stellung

6. Mai 2017
Die Christdemokraten bei einer Ortsbegehung. Petra (von links) und Erich Christian Wolters mit Helmut Müller von der CDU Broistedt weisen auf eine Bauzufahrt von der L472 hin. Fotos: CDU Broistedt
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Peine. In der Gemeinde Lengede wird zur Zeit heftig kontrovers die Verkehrs- und Neubaupolitik diskutiert. Neben fast allen Ortschaften, da ja überall Baugebiete entstehen, jetzt aktuell in Broistedt, Baugebiet Broistedt-Süd.

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Der Grüne Gemeinderat Dr. Hauck hat sich mit starker Kritik an der Verwaltung für die bisherigen Anlieger, die künftig vom Baustellenverkehr belästigt würden, eingesetzt. Die CDU sieht dagegen eher erhebliche Sanierungskosten der vorhandenen Siedlungsstraßen auf die Gemeinde zukommen, weil der Schwerlastverkehr für das geplante Baugebiet erhebliche Schäden in der erst vor wenigen Jahren fertig gestellten Siedlung verursachen würde.

Erich-Christian (von links) und Petra Wolters mit Helmut Müller auf der geplanten Zufahrtstraße „Weidenweg“ zum Neubaugebiet Broistedt-Süd.

„Die CDU hat dazu Alternativen aufgezeigt, die von der Lengeder Verwaltung und SPD-Mehrheitspartei allerdings bisher nicht beachtet wurden“, meint der CDU-Gemeinderatsvorsitzende Michael Kramer. Eine Baustelle ohne Verkehr gäbe es nicht, doch wie ein Baugebiet geplant und der resultierende Verkehr organisiert wird, ist durchaus so möglich, dass Anwohner möglichst wenig belästigt und die schon vorhandenen Siedlungsstraßen gering belastet werden.

Landwirte stellen sich quer

„Die Feldmarkinteressentenschaft wird einer Bauzufahrt über den Feldweg östlich des Mastenwegs nicht zustimmen“, stellt Erich-Christian Wolters als Vorsitzender der Landwirte klar. Dieser Weg werde für landwirtschaftliche Fahrzeuge, auch mit Überbreite, für die tägliche Feldarbeit benötigt und stehe im Eigentum der Landwirte.

„Die größten Mehrfamilienhäuser mit den meisten Materialtransporten stehen im Osten des neuen zehn Hektar großen Baugebiets“, weist CDU Vorsitzender Helmut Müller auf den erheblichen Bauverkehr hin. Diese Schwertransporte sollen dann durch das vorhandene Siedlungsgebiet geführt werden. 
„Neue Schäden wird die Gemeinde tragen müssen und das ginge zu Lasten der Allgemeinheit“. Müller erwartet Beschädigungen am Straßenbelag, Pflanzinseln und Gehwegen, die zum größten Teil von den vorhandenen Anliegern über ihre kommunalen Beiträge finanziert wurden.

Die L472 soll laut CDU der Ausgangspunkt der Erschließung sein

Deshalb fordern beide Ratsmitglieder eine Erschließung des riesigen Baugebiets mit 35 Grundstücken und zehn Mehrfamilienhäusern oder 70 Einzelhäuser von der Landesstraße 472 (Lengede/Broistedt,  Lebenstedt/Kralenriede) aus. Die notwendige Baustraße könnte zum Abschluss der Bauarbeiten zurückgebaut werden oder auch als weitere Ausfahrt des Baugebiets Broistedt/Süd vorgesehen werden.

Es könnte auch das große Areal in Abschnitte geteilt werden, um so den massiven Baulieferverkehr zeitlich zu entkrampfen.
Da das aktuelle, ebenfalls in Broistedt gelegene Baugebiet „Am Naturbad“ mit 40 Bauplätzen noch nicht vollständig belegt ist, wäre genügend Zeit die notwendigen Genehmigungen beim Straßenbauamt in Wolfenbüttel einzuholen. Müller wie Wolters sehen keinen Zeitdruck bei den Planungen, der nur zu Lasten der Anwohner gehen würde.

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