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Die Karwoche – Erinnerung an den Weg Jesu zum Kreuz

9. April 2017
Die Jakobikirche in Peine. Foto: Frederick Becker
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Peine. Pastorin Katrin Deutsch von der Emmausgemeinde Woltorf-Schmedenstedt teilt ihre Gedanken zur Karwoche.

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Die Karwoche beginnt am Palmsonntag und endet am Karsamstag. Diese letzte Woche in der Passionszeit ist im Bezug auf den Weg Jesu zum Kreuz die intensivste und spannungsreichste. Das Feiern dieser einzelnen Tage bzw. Stationen beginnt aber erst im 4. Jahrhundert nach Christus. Zuvor wurde allein das Osterfest gefeiert, an dem Tod und Auferstehung zusammen gedacht wurden.

Pastorin Katrin Deutsch Foto: Kirchenkreis

Pastorin Katrin Deutsch. Foto: Kirchenkreis

Am Palmsonntag erinnern wir uns daran, dass Jesus auf einen Esel gleich einem König in Jerusalem einzieht. Die Menschen stehen am Wegrand, betten den Weg mit Palmenwedeln und Tüchern, und rufen voller Freude Jesu zu. Für sie ist er der erwartete König, der sie von der römischen Besatzermacht befreien wird. Doch dieser König will Jesus gar nicht sein, sein Königreich ist nicht von dieser Welt (Johannes 18,36). Und so kippt die Stimmung. Die Priesterschaft und die Schriftgelehrten, denen Jesus schon seit längerem einen Dorn ein Auge ist, schmieden einen Plan, ihn unmzubringen.

Am Gründonnerstag, der seinen Namen wahrscheinlich vom mittelhochdeutschen Wort gronan (weinen) hat, findet das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern feiert statt. Die Worte, die Jesus zu den Jüngern spricht finden sich noch heute in der Abendmahlsliturgie wieder. In dieser Nacht wird er durch den Verrat seines Jüngers Judas verhaftet.
Am Karfreitag wird dem Kreuzestod von Jesus gedacht. Um dies besonders auch im Gottesdienst deutlich zu machen, wird auf jeglichen Schmuck verzichtet. Der Altar kann innerhalb des Gottesdienstes abgeräumt werden. Die liturgische Farbe ist violett oder schwarz, es kann auch ganz auf Farben verzichtet werden. Die geschieht als Zeichen tiefer Demut vor dem Tod Jesu am Kreuz.

Der Karsamtag ist Tag der Grabesruhe Jesu. Ein Tag der Stille, des Wartens und der Hoffnung auf die Osternacht, in der die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert wird. Er dann ist die Karwoche zu Ende, wenn das Licht Jesu Christi die Kirche wieder erhellt und die Hoffnung auf die Auferstehung die Angst vor dem Tod besiegt hat.

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