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Kanalsanierungskonzept kann für Eigentümer teuer werden

16. Mai 2017 von
Das Kanalsanierungskonzept sorgt für einige Herausforderungen. Symbolfoto: Alexander Panknin
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Peine. Derzeit befindet sich eine Beschlussvorlage in Peines Gremien in der Beratung, die sich mit einem Kanalsanierungskonzept und dessen Herausforderungen beschäftigt. Nicht-öffentliche Netzbestandteile sind beispielsweise finanziell von den Grundstückseigentümern zu tragen.

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Als Ziel wurde ausgegeben, die öffentliche Abwasseranlage um die Grundstücksanschlusskanäle und Kontrollschächte zu erweitern. Die anfallenden Sanierungskosten sollen künftig aus Gebühreneinnahmen finanziert werden. Da das öffentliche Kanalnetz der Stadt und der zugehörigen Ortschaften eine Länge von rund 500 Kilometern hat und abwassertechnisch rund 14.500 Grundstücke erschließt, kann man von einer Daueraufgabe sprechen. Rund 20 Prozent des Kanalnetzes sind in den nächsten 20 Jahren zu sanieren. Das wären fünf Kilometer pro Jahr. Die Sanierungskonzepte seien jedoch nur zu erreichen, wenn auch die Grundstücksanschlusskanäle und die Kontrollschächte auf den Grundstücken mit bearbeitet würden. Diese wiederum sind nicht Bestandteil der öffentlichen Abwasseranlage und können nun den Grundstückseigentümern teuer zu stehen kommen.

Maximal können sich die Kosten auf 18.500 Euro belaufen

Derzeit geht man von durchschnittlichen Kosten von 8.000 bis 11.000 Euro pro privat genutztem Grundstück aus. Die maximalen Kosten können jedoch oftmals um einiges höher ausfallen. Von 16.000 bis 18.500 Euro ist die Rede. Dies kann, so hat es die Verwaltung selbst erkannt, zu Problemen führen: Für Grundstückseigentümer können sich individuelle Härten ergeben, ältere Grundstückseigentümer Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Krediten bekommen. Ein hoher Prüfaufwand und mögliche Verzüge bei der Begleichung von Forderungen. Dazu käme ein gigantischer Organisationsaufwand: Eine separate Abrechnung für jedes Grundstück, die Weiterberechnung der Kosten an die Grundstückseigentümer per Bescheid und inhaltliche Auseinandersetzungen mit Zahlungspflichtigen würden für zusätzlichen Personalbedarf sorgen. Außerdem fürchtet man, dass durch die Kostenbelastung eine „negative Sicht auf positive Projekte der Stadt, der Stadtentwässerung und der Stadtwerke Peine GmbH hervorgerufen werden könnte.

Zwar wird vorgeschlagen, die Grundstücksanschlusskanäle und Kontrollschächte, die in der Regel gut einen Meter hinter der Grundstücksgrenze liegen, in die öffentliche Abwasseranlage einzubeziehen.

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