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Kirchenkunsttour begeisterte mehr als 150 Besucher

31. Oktober 2017
Erste Station war die Martin-Luther-Kirche in Edemissen. Fotos: Kirchenkreis Peine
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Peine. Unter dem Motto „Fesseln und Freiheit“ hatten sich 14 Künstler des Vereins „Kunst im Peiner Land“ mit dem Thema Reformation auseinandergesetzt. Die dabei entstandenen Werke präsentierten die Künstler auf einer Tour durch Kirchen in Edemissen, Woltorf, Rosenthal und Peine.

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30 Besucher nutzten die Chance, gemeinsam mit Superintendent Dr. Volker Menke per Reisebus die einzelnen Stationen anzufahren. Dazu kamen in allen Kirchen Gäste aus den jeweiligen Orten und auch Selbstfahrer, die per Auto unterwegs waren. Erste Station war die Martin-Luther-Kirche in Edemissen. Dort begrüßte Pastorin Annette Baden-Ratz. In ihrer kurzen Andacht nahm sie Bezug auf die Kirchendecke, die viele Bilder zeigt, unter anderem von einem Mann, der seine Ketten abwirft. Nach Orgelmusik gab es Gelegenheit, die ausgestellten Kunstwerke zu betrachten und mit den Künstlern Tiago Maria Alma, Heike Hlinski und Anne-Christine Reetz ins Gespräch zu kommen. Für Stärkung zwischendurch sorgten Mini-Quiches.

Luther befreite die Menschen von religiösem Leistungsdruck

Weiter ging es nach Woltorf in die Liebfrauenkirche. Schwungvolles Orgelspiel empfing die Gäste. Gemeinsam wurde das Lied „Herr, deine Liebe“ gesungen. Dazwischen rezitierten die Kirchenvorsteher Beate Grobe, Katharina Heineke und Inge Köther Texte zum Thema der Ausstellung. Auch hier waren die Künstler Gregor Giesecke, Christa Meinecke und Ute Pfeiffer anwesend und gaben bei leckeren Häppchen und kühlem Wein gerne Auskunft zu ihren Werken. In der Rosenthaler St.-Godehard begrüßte Pastor Titus Eichler die Gäste. Er führte aus, wie sehr Martin Luther für Freiheit eintrat. Er befreite die Menschen vom damaligen religiösen Leistungsdruck und löste damit die Fesseln der Angst vor Gott. Nach einem Musikstück auf der Orgel erläuterten Sabine Behnsen, Angela Stöbe und Sigrid Theißen ihre im Altarraum ausgestellten Bilder und Skulpturen. Bei Schmalzbrot, Käsehäppchen und Lutherbier führten die Besucher angeregte Gespräche mit den Künstlern.

Man muss sich Gottes Liebe nicht verdienen

Letzte Station des Abends war die Martin-Luther-Kirche in der Peiner Südstadt. Oboenklänge empfingen die Gäste. Pastor Dr. Sebastian Thier schilderte Phasen aus dem Leben Luthers, die der Reformator selbst als Fesseln empfand, bis er durch intensives Bibelstudium zu der Einsicht kam, dass man sich die Liebe Gottes nicht verdienen müsse. Werke der Künstler Marion Block, Uta Hilker, Fritz Lutz, Anja Pauseback und Vera Szöllösi luden dann in der gesamten Kirche zum Schauen und Diskutieren ein. Süße Häppchen und heißer Tee sorgten für einen entspannten Ausklang der Tour. Wer nicht bei der Tour dabei sein konnte, sich aber für die Werke interessiert, kann ab sofort in der Superintendentur, Luisenstraße 15, Postkartenblöcke mit den Motiven zum Preis von fünf Euro erwerben, solange der Vorrat reicht.

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