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Land fördert Suizid-Prävention in Peine

30. November 2017 von
Um Kinder und Jugendliche vor dem Selbstmord zu retten. Symbolfoto: pixabay
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Hannover/Peine. Das Land Niedersachsen möchte Peine als Gesundheitsregion zukünftig konkret fördern. Der Landkreis erhält in diesem Zuge eine Fördersumme von 59.500 Euro für die Verringerung von Suiziden beziehungsweise suizidalen Handlungen bei Kindern und Jugendlichen.

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„Über die in Aussicht gestellte Förderung freuen wir uns sehr. Sobald uns der entsprechende Bescheid zugeht, steht einer Umsetzung nichts mehr im Wege“, erklärt Hendrik Kühn, Pressesprecher des Landkreises, auf Anfrage von regionalHeute.de .

Schon sehr junge Menschen klagen über psychische Beeinträchtigungen, so heißt es in der Projektbeschreibung. Der repräsentativen BELLA-Studie des Robert-Koch-Instituts zufolge zeigt mehr als jeder fünfte Schüler im Alter von 7 bis 17 Jahren Zeichen psychischer Gesundheitsprobleme. Jedes zehnte Kind leidet demnach unter Ängsten, 7,6 Prozent zeigen Verhaltensauffälligkeiten und 5,4 Prozent erleben bereits Depressionen. Auch der Entwurf des Landespsychiatrieplan Niedersachen geht von 15 bis 21 Prozent der Jugendlichen aus, die eine psychische Störung aufweisen. Die tatsächliche Anzahl der Kinder und Jugendlichen mit depressiven Stimmungen kann sogar noch weit höher angesiedelt werden, da sie häufig nicht erkannt werden.

Gesundheitsregion Peine

Vor diesem Hintergrund plant die Arbeitsgruppe „Psychische Gesundheit“ der Gesundheitsregion ein Projekt, das einen ganzheitlichen Ansatz der Gesundheit verfolgt und Schulen ermöglichen soll, das Thema „Seelische Gesundheit“ beziehungsweise „Psychische Störungen“ sowohl in der Belegschaft als auch in der Schülerschaft ausführlich zu behandeln. Denn psychische Störungen führen häufig über kurz oder lang auch zu Schwierigkeiten in der Schule.

Präventive Arbeit

Die Gesundheitsregion Peine möchte die Schulen in der Region konkret dabei unterstützen, ihre Aufgaben in Bezug auf psychische Erkrankungen erfolgreich wahrnehmen zu können. Hierzu wird ein Konzept erarbeitet, im Rahmen dessen sowohl Lehrer, als auch Schüler der vierten bis elften Jahrgangsstufe sowie deren Eltern über psychische Erkrankungen aufzuklären. Fragen und Unsicherheiten sollen geklärt und Handlungshilfen nach Bedarf gegeben werden. Darüber hinaus werden sowohl Präventions- als auch Interventionsmaßnahmen sowie konkrete Hilfsangebote in der Region vorgestellt. Ein weiteres Ziel des Konzeptes ist eine Verringerung der Stigmatisierung in der Bevölkerung.

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