Lindenquartier-Fiasko: Das sagen Peiner Politiker dazu

von Frederick Becker


Bei den Sitzungen im Peiner Rathaus wird es viel Gesprächsbedarf in Sachen Lindenquartier geben. Foto: Frederick Becker
Bei den Sitzungen im Peiner Rathaus wird es viel Gesprächsbedarf in Sachen Lindenquartier geben. Foto: Frederick Becker | Foto: Frederick Becker

Peine. Stadtverwaltung und Politik mussten gleich zu Wochenbeginn eine bittere Pille schlucken. Der aussichtsreichste Investor für die Hertie-Brache ist abgesprungen. regionalHeute.de fragte Peiner Politiker nach Stellungnahmen zu der Angelegenheit.


Matthias Möhle (SPD), Landtagsabgeordneter


Ein anderer Projektentwickler hat nun die Möglichkeit zuzugreifen. Jetzt muss man erstmal abwarten was kommt. Es wird jedenfalls nicht einfach, etwas neues zu entwickeln, denn ein Konzept für das Lindenquartier muss auf jeden Fall auch ökonomisch langfristig tragfähig sein. Wenn Läden im Zweimonatsrhythmus öffnen und schließen, hat das auch keinen Wert. Die Leute warten jedenfalls darauf, dass sich dort endlich was tut.

Christoph Plett (CDU), Landtagsabgeordneter


Für die Entwicklung der Peiner Innenstadt ist der Rückzug des Investors eine Katastrophe. Die Einkaufszentren der um Peine liegenden Städte entwickeln sich weiter und der Innenstadtbereich der Stadt Peine bleibt auf der Strecke.

Es muss jetzt abgewartet werden, ob der weitere Investor, der an dem Ausschreibungsverfahren für die Peiner Innenstadt teilgenommen hat, sein Konzept den Vorstellungen der Stadt Peine anpasst. Sollte dies nicht der Fall sein, muss das gesamte Verfahren hinterfragt werden.

Es ist zu überlegen, ob die Stadt Peine die Entwicklung des Lindenquartiers selber in die Hand nimmt, indem eine Vermarktungsgesellschaft gegründet wird, um insbesondere lokale Investoren für das Lindenquartier zu interessieren. Insbesondere muss auch das Angebot auf den Flächen überprüft werden, ob zum Beispiel Wohnbebauung ein Teil der Entwicklung sein kann.

An einer Lösung des Problems der Peiner Innenstadt muss nunmehr mit Hochdruck gearbeitet werden, um den Leerstand in absehbarer Zeit zu beseitigen.

Dietmar Meyer (SPD), Fraktionsvorsitzender im Stadtrat


Wir sollten dem Zweitplatzierten im Investorenwettbwerb die Möglichkeit geben, seine Vorstellungen zu präzisieren. Nun sollte es schnell gehen, damit wir den Peiner rasch eine Entwicklung präsentieren können, das ganze hat schon viel zu lange gedauert.

Andreas Meier (CDU), Fraktionsvorsitzender im Stadtrat


Wir haben jetzt mehrere Jahre in den Sand gesetzt. Jetzt muss schleunigst, am besten innerhalb der nächsten sechs Monate, eine Lösung her. Dabei sollten dieses Mal sowohl der Rat als auch die Kaufleute eingebunden werden. Der Bürgermeister ist jetzt in der Verantwortung.

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