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Plattdeutschen Gottesdienst: „Gott versteht auch Plattdeutsch“

9. Oktober 2017
Pastor Carsten Warncke und Prädikantin Christina Sufka freuten sich über die gut gefüllten Kirchenbänke. Foto: Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine
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Klein Ilsede. Wie der Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine mitteilte, gestalteten die Prädikantin Christina Sufka und Pastor Carsten Warncke einen plattdeutschen Gottesdienst. Dieser wurde am vergangenen Sonntag vom Posaunenchor unter Leitung von Henning Schmedes in der St.-Urban-Kirche eröffnet.

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„Unser plattdeutscher Gottesdienst ist etwas Besonderes. Allerdings müssen wir uns keine Sorgen machen, denn Gott versteht auch Plattdeutsch“, scherzte Pastor Warncke zur Begrüßung.

Selbstverständlich wurden auch die Lieder in der norddeutschen Mundart gesungen. So hieß es im Lied „Wir pflügen und wir streuen“, das noch einmal an den Erntedanksonntag erinnerte: „Dar is nix ünner`n Heven, wat nich von Gott kummt her“.

Prädikantin Sufka begann ihre Predigt mit der Frage, wer denn wohl heute Post bekommen habe. „Was redet die denn da? Sonntags kommt doch keine Post! Das werden sicher viele denken, aber wir haben heute alle Post bekommen“, sagte sie im ostfälischen Plattdeutsch.
Dabei bezog sie sich auf den Brief des Apostels Paulus, in dem er von der Hoffnung, vom Vertrauen auf die Liebe Gottes und auf ein neues Leben schreibt. „Dieser Brief hat nun nach fast 2.000 Jahren den ganzen Weg zu uns nach Lütjen Ilsede gefunden“, sagte die Prädikantin.

Sie forderte dazu auf, öfter mal von Gottesdiensten zu erzählen und brachte dazu das Beispiel der beiden Arbeitskolleginnen, die sich montags über ihr Wochenende unterhalten. Die eine hat nichts erlebt und den Sonntag alleine verbracht. Die andere hingegen berichtet über Begegnungen mit netten Menschen, Musik, interessanten Texten und Kaffeetrinken. „Wo warst du denn? Inne Kerk!“, so endete das Gespräch.

Mit dem Segen entließen Pastor und Prädikantin die Gemeinde in den Sonntagabend. Wer Lust und Zeit hatte, war eingeladen, bei Tee und Keksen noch etwas zu verweilen und mit den anderen Gottesdienstbesuchern ins Gespräch zu kommen.

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