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Rat beschließt Katzenkastrationsverordnung

18. Mai 2017 von
Die deutliche Mehrheit stimmte für die Kastrationspflicht. Foto: Alexander Panknin
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Peine. Auf der heutigen Ratssitzung kam es zum Ende der langen Debatte um eine Katzenkastrationsverordnung. Mit großer Mehrheit beschloss der Rat der Stadt Peine nun deren Einführung.

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Bereits in den Ausschüssen und Gremien wurde das Thema Kastration von Freigängerkatzen ausgehend diskutiert (regionalHeute.de berichtete). Die CDU-Fraktion hatte hierzu einen Antrag gestellt, in dem sie eine diesbezügliche Regelung forderte. Während Tierschützer sich zum Teil gegen die neue Verordnung stellten, waren sich die meisten Beteiligten bereits einig. Einzig die Frage, ob eine solche Verordnung überhaupt sinnvoll sei, musste geklärt werden. Die Stadt hatte zuvor bereits verkündet, dass man keine Kontrollen gewährleisten könne, hierfür fehle es vor allem an den nötigen Mitteln.

Elke Kentner (Grüne) machte dies in der Ratssitzung erneut klar: „Es besteht Einigkeit zu dem Problem wildlebender Katzen und zu der Überlastung des Tierheims. Deswegen ist es wichtig freilaufende Katzen zu kastrieren. Die Frage ist, ob man dafür eine Verordnung braucht und ob dies eine Lösung ist. Genau genommen betreiben wir hier Symbolpolitik.“ In der Grünen-Fraktion sei man sich nicht einig darüber, wie über den Antrag abgestimmt werden sollte.

 

Elke Kentner (Grüne). Foto: Die Grünen

Weiterhin kritisierte sie die Aussage des CDU-Bürgermitglieds Karl-Heinz Dettmer im Ausschuss für Planung und Öffentliche Sicherheit. Dieser sah dort keinen Bedarf für die Verordnung und verlieh dem ganzen einen harten Beiklang: „Da räumt doch der Verkehr auf. Von unseren Katzen auf dem Hof wird keine älter als zwei Jahre.“ Außerdem würden die Jäger sowieso alle Katzen erlegen, die sich außerhalb der 300-Meter-Schutzzone um Ortschaften bewegen.

Andreas Meier (CDU) rügte Kentner für diese Anklage und hätte sich gewünscht, dass Thema Dettmer nicht im Rat, sondern im persönlichen Gespräch zu klären.

In der nachfolgenden Abstimmung war sich die Mehrheit einig und stimmte der Verordnung zu – bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

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