Anzeige

Schnellbuslinie verzögert sich: Michael Kramer (CDU) übt Kritik

7. März 2017 von
Michael Kramer (CDU-Fraktion) kann den Optimismus seitens der ZGB nicht nachvollziehen. Foto: CDU; Alexander Panknin
Anzeige
Peine. Kritik bekam der Zweckverband (ZGB) für seine Kommunikation, als bekannt wurde, dass sich der geplante Ausbau der Schnellbuslinie zwischen Peine-Salzgitter-Wolfenbüttel verzögern wird. Dies soll auf der morgigen Sitzung weiter erörtert werden.

Anzeige

Es ist noch nicht lange her, da kündigte Fritz Rössig, neuer Geschäftsführer der ZGB (seit 2016), die Pläne für die neuen Schnellbuslinien an. Im Januar lobte er das Vorhaben schon bald Busverbindungen zwischen Peine-Salzgitter-Wolfenbüttel und Wolfsburg-Helmstedt anbieten zu können. 

Aus der Vorlage für die morgige Ausschusssitzung für Regionalverkehr geht hervor, dass eine schnelle Umsetzung stark davon abhängig sei, ob bestehende Dienstleistungsverträge mit anderen Verkehrsunternehmen bestünden. Während dies für Wolfsburg und Helmstedt mit einem Unternehmen nur ein kleines Problem darstellen würde, gäbe es im Bereich Peine-Salzgitter-Wolfenbüttel gleich 16 abhängige Verkehrsbetriebe.

Michael Kramer von der CDU Lengede ist grundsätzlich ein Fürsprecher des ZGB, er habe schon lange mit dem Zweckverband gearbeitet. Nun müsse er aber erstmalig Kritik äußern, wie er regionalHeute.de im Gespräch mitteilte. Die Ankündigung Rössigs sei einfach viel zu optimistisch gewesen. Bevor man so opportunistische Ankündigungen tätigen könne, müsse man sich zuvor sicher sein, dass der Plan so auch umsetzbar ist. Eine Umsetzung dieses Jahr hingegen, die einen Start für 2018 im Sinn hätte, wäre schlichtweg nicht realistisch, gerade wegen der notwendigen Abstimmungen mit den Verkehrsunternehmen.

Überdies würde das Vorhaben auch noch weitere Fragen über die Zweckmäßigkeit der aufwerfen, die vorher erörtert werden sollten. Die CDU-Fraktion hat dafür einen Fragenkatalog erstellt und erhofft sich nun Antworten auf der morgigen Ausschusssitzung.

Folgende Fragen hat die CDU-Fraktion gestellt:

(ungekürzt und unkommentiert)

Welche Verbesserungen erwartet die ZGB-Verwaltung auf den im Verbandsgebiet vorgesehen Schnellbuslinien zum bestehenden Angebot?

Ist eine wesentliche Nachfrage von Fahrgästen zwischen den Mittelzentren zu erwarten, die den finanziellen Aufwand rechtfertigen?

Sollen in der Folge vorhandene Regio-Bus-Linien ausgedünnt oder umgewandelt werden?

Sind Erhebungen über den Bedarf von Schnellbuslinien im ZGB vorgenommen worden oder ist dies beabsichtigt?

Wie hoch werden die Nutzerzahlen auf den zwei vorgeschlagenen Linien geschätzt?

Ist beabsichtigt, für statistische Erhebungen zur Antragserstellung an das Land Niedersachsen, Gutachten zu vergeben?

Wie wird die Beauftragung eines Verkehrsunternehmens, bei bisher an unterschiedliche VU’s vergebenen Strecken erfolgen?

Wird bei den einzurichtenden Schnellbuslinien von der bisherigen Praxis der Vergabe von Linienbündeln abgewichen?

Wie ist hierbei, der in der Vorlage angesprochene zeitliche Vorlauf, für die Strecke Peine-Lebenstedt-Wolfenbüttel einzuschätzen?

 

Lesen Sie auch

Schnellbusse sollen auch durch die Region brausen

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: peine@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26
Anzeigen