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Siemens entscheidet sich für eine Fusion mit Alstom Transport

27. September 2017
Wie wird sich das auf die Arbeitsplätze auswirken? Symbolfoto: Alstom
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Braunschweig/Peine. Wie die beiden Konzerne gestern mitteilten, werden Siemens und Alstrom ihre Zugsparten zusammenlegen. Davon betroffen sind damit auch die Werke in Braunschweig und Salzgitter. In einer heutigen Erklärung äußerte sich auch die IG Metall zu dem Zusammenschluss.

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Inwieweit sich die Mehrheit von Siemens auf die Arbeitsplätze hier auswirkt, wird zurzeit noch ausgehandelt. Für vier Jahre sollen die Jobs aber vorerst gesichert bleiben. 

„Die Entscheidung der Zusammenlegung des Alstom Konzerns mit der Mobility Sparte von Siemens hat uns als Arbeitnehmervertreter zwar überrascht, hatte sich aber als eine Möglichkeit bereits vor der Bundestagswahl abgezeichnet“, so kommentiert so die IG Metall. Eine solche Zusammenlegung oder Fusion sei nicht das erste Mal diskutiert worden. Bereits vor dem Verkauf der Energiesparte von Alstom an General Electric habe es die Idee eines europäischen Konzerns gegeben, was jedoch damals von der Politik mehr gewollt gewesen sei als von den Konzernen.

Auch die Konzentrationsprozesse innerhalb der europäischen Bahnbranche seien seit langem absehbar gewesen. Doch hat die Frage „Wer mit Wem“ habe nun eine erste Antwort erhalten. „Mit Alstom und Siemens kommen zwei selbstbewusste Belegschaften mit starken Arbeitnehmervertretungen zusammen“, IG Metall.

Kein Nachteil für Arbeitnehmer darf entstehen

Die nächsten Wochen und Monate müssten zeigen wie verlässlich die Zusagen der Alstom Konzernspitze gegenüber den Belegschaften an den bisherigen Alstom-Standorten seien. Die mit dem Beschluss der beiden Konzernleitungen zugesicherten Standort- und Beschäftigungsgarantien für die nächsten vier Jahre müssten nun auch auf Alstom Seite hieb- und stichfest gemacht werden, denn für die Kolleginnen und Kollegen bei Alstom, wie auch bei Siemens, sei klar, dass nicht sie bei diesem Deal auf der Strecke bleiben dürfen. Dazu gehörte auch, dass die guten und innovativen Produkte, wie sie in Salzgitter gefertigt werden, in einem neuen Konzern ihre Berechtigung behalten und den Kolleginnen und Kollegen, sowie ihren Familien, das Auskommen sichern.

Ab heute beginnen die Konsultationsprozesse mit den Arbeitnehmervertretern im Alstom Konzern. Hier wird eine Menge Arbeit auf die nationalen und europäischen Arbeitnehmervertretungen zukommen. Was die Arbeitnehmervertreter bei Siemens bereits diskutiert haben sei bei der IG Metall noch weitgehend offen, da die Konzernzentrale in Paris es bisher versäumt hat, die Arbeitnehmervertretungen in diesen Prozess einzubeziehen. Dieses Vorgehen kritisierte die Gewerkschaft: „Ein Zustand, der in der Zukunft nicht weiter hingenommen werden kann.“

Aber auch ohne die nun zu organisierende Zusammenlegung der Bahnsparten von Siemens und Alstom gäbe es an den einzelnen Standorten genügend zu tun um die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der globalen agierenden Bahnbranche zu sichern. Daher dürfe die Zeit bis zu einer Zusammenlegung oder Fusion nicht mit Abwarten verbracht werden. Vielmehr müsse gehandelt werden, im Sinne der Beschäftigten und im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit der „noch“ Alstom-Standorte in Deutschland und weltweit.

Im nächsten Schritt soll in einer Betriebsversammlung am nächsten die Rahmenbedingungen des Zusammenschluss mit der Belegschaft diskutieren.

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