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Taxifahrten sollen teurer werden

9. Oktober 2017 von
Taxifahrten könnten in Zukunft teurer werden. Symbolfoto: André Ehlers
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Peine. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V., Bezirksgruppe Braunschweig, hatte im Mai eine Erhöhung der Beförderungsentgelte mit Taxen beantragt. Begründet wurde der Antrag mit der gesetzlichen Einführung des Mindestlohnes von 8,84 Euro pro Stunde. Der Ausschuss für Zentrale Verwaltung und Feuerschutz befasst sich nun mit dieser Thematik.

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Bisher galt folgender Tarif: Bis 5.000 Meter wurden 0,10 Euro pro 50 Meter berechnet, was 2 Euro pro Kilometer entsprach. Bei Strecken über 5.000 Metern wurden „nur“ 0,10 Euro pro 52,63 Metern gefordert. Somit waren 1,90 Euro pro Kilometer zu zahlen. Allerdings sei es mit den alten Beförderungsentgelten seit Anfang 2017 den Unternehmern nicht mehr möglich, den gesetzlich festgelegten Mindestlohn von 8,84 Euro zu erwirtschaften.

Daher soll nun folgender Tarif Anwendung finden: Bis 3.000 Meter sollen künftig 0,10 Euro pro 41,67 Meter verlangt werden. Maximal also 2,40 Euro, was ein Plus von 0,40 Euro im Vergleich zur alten Regelung bedeuten würde. Alles über 3.000 Meter würde sich jedoch wieder nach dem alten Tarif richten.

Taxitarife im Landkreis Peine zusammen mit der Stadt Braunschweig im obersten Bereich

Auch bei den Anfahrtentgelten würde es massive Änderungen geben: In Zone B gäbe es einen Anstieg von 6,25 auf 8 Euro, in Zone C von 10 auf 12 Euro, in D von 13,75 auf 15 Euro und in E von 17,50 auf 20 Euro. Eine weitere Folge wäre eine Erhöhung der Grundgebühr: Statt 3,10 Euro von Montag bis Samstag von 6 bis 22 Uhr wären es dann 3,60 Euro, zwischen 22 bis 6 Uhr und an Sonn- und Feiertagen dann nicht mehr 3,60 Euro, sondern 4 Euro. Und auch die Wartezeiten würden teurer, bisher galt: 0,40 Euro pro Minute, also 24 Euro pro Stunde. Zukünftig wären es 0,44 Euro pro Min und somit 26,40 Euro pro Stunde.

Damit lägen die Taxitarife im Landkreis Peine zusammen mit der Stadt Braunschweig im obersten Bereich, nur Gifhorn hätte nachts und an Sonn- und Feiertagen eine höhere Grundgebühr (4,60 Euro).

Dass es tatsächlich zu dieser Tarifumstellung kommen wird, ist laut Vorlage äußerst wahrscheinlich, heißt es dort nämlich: „Objektive Versagungsgründe haben sich auch nach Abschluss des Anhörungsverfahrens nicht ergeben. Es besteht daher die Verpflichtung, den beantragten Regelungsinhalten stattzugeben.“ Am 16. Oktober kommt es zu einer Beratung im Ausschuss für Zentrale Verwaltung und Feuerschutz, am 25. Oktober ist eine Entscheidung im Kreistag zu erwarten.

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