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Unterdurchschnittliche Ernte in Niedersachsen erwartet

23. August 2017
Symbolfoto: Marc Angerstein
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Hannover. In Niedersachsen wird für das Jahr 2017 eine unterdurchschnittliche Getreide- und Rapsernte erwartet. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, wird mit sechs Millionen Tonnen Getreide voraussichtlich die geringste Erntemenge seit dem Jahr 2012 eingefahren.

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Außer dem kühlen und trockenen Frühjahr sind die kräftigen Regenfälle und teils Überschwemmungen zur Erntezeit Grund für die Ertragseinbußen. Zudem ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht klar, ob alle Felder, auf denen noch Getreide steht, auch geerntet werden können.

Ernteprognose des LSN:

Die Getreideerträge fallen insgesamt um dreieinhalb Prozent niedriger aus als im sechsjährigen Durchschnitt, zudem nahm die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Prozent ab. Vergleichsweise gute Erträge werden bei den Wintergetreidearten erwartet, die etwa zwei Prozent unter dem Durchschnitt liegen. Beim Winterweizen, der flächenmäßig wichtigsten Getreideart in Niedersachsen, kompensiert die Ausweitung der Anbaufläche voraussichtlich die geringeren Erträge, so dass das Winterweizenangebot auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Bei den Sommergetreidearten hingegen fallen die Ertragseinbußen mit etwa fünf Prozent größer aus. Zudem wurden die Anbauflächen von Sommerweizen und Sommergerste eingeschränkt, so dass die Erntemengen dieser Getreidearten um etwa zehn Prozent niedriger ausfallen werden als im Vorjahr.

Beim Winterraps blieb die Anbaufläche konstant, jedoch wird aufgrund von Problemen bei der Aussaat im Herbst 2016 und den kalten Temperaturen zur Blütezeit des Rapses mit Ertragseinbußen von knapp zwanzig Prozent im Vergleich zum sechsjährigen Mittel gerechnet.

Die Ernteergebnisse stammen aus der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung mit Datenstand vom 18. August. Insgesamt wurden bislang 959 von 1.040 Probeschnitten und 108 von 172 Volldruschfeldern für Getreide sowie 70 von 100 Volldruschfeldern für Raps ausgewertet. Daten zur Qualität der Getreide- und Rapsernte sowie zur Ernte von Kartoffeln werden in der ersten Oktoberwoche veröffentlicht. Bei den Anbauflächen handelt es sich um vorläufige Daten aus der Bodennutzungserhebung zum Stand 19. Juli. 

Das Landvolk erhebt übrigens, wie Pressesprecherin Gabi von der Brelie verlauten lässt, in der Regel praktisch identische Erntedaten.

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