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Vorbeugender Trinkwasserschutz: Test für Düngerstreuer

5. April 2018
Der Düngersteuer überquert an der Stangenmarkierung die Teststrecke. Dabei misst eine Schalenreihe die Düngeausbringung in der Fahrspur. Fotos: Wasserverband Peine
Peine. Am gestrigen Mittwochnachmittag fand ein sogenannter Düngerstreuer-Check für Landwirte statt, die sich in der Kooperation Wehnsen für den vorbeugenden Trinkwasserschutz engagieren. Darüber informiert der Wasserverband Peine in einer Pressemitteilung.

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„Wir bieten diesen Check im Zuge der Kooperation als Beratungsleistung an“, berichtet Michael Wittemann, Technischer Leiter des Wasserverbands Peine. „Das ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein für den vorbeugenden Trinkwasserschutz. Denn mit einer richtig eingestellten Maschine kann sehr genau gedüngt werden, wie die Treffer in den Schalen beweisen. Das schont die Umwelt – und damit auch unsere Trinkwasservorkommen.“ Der Wasserversorger engagiert sich zusammen mit 70 Landwirten in der Kooperation Wehnsen für den vorbeugenden Trinkwasserschutz.

„Je passgenauer gedüngt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich überschüssiger Dünger durch den Boden ins Grundwasser aufmacht. Dazu muss auf eine gleichmäßige Verteilung geachtet werden. Das überprüft der heutige Test. Deshalb gehört dieser Düngerstreuer-Check zum Beratungsangebot der Kooperation. Denn die Stickstoffüberschüsse zu minimieren, ist ein Ziel der Kooperationsarbeit. Zusammen mit Düngeberatung und sogenannten Freiwilligen Vereinbarungen, etwa Bodenruhe oder Zwischenfruchtanbau, sorgt so auch eine Maßnahme wie der Düngerstreuer-Check für nachhaltig positive Effekte für den Grundwasserschutz“, betont Wittemann.

Verschleiß und Einstellungen der Maschinen im Blick


Frederik Böker, Sprecher der Kooperationslandwirte, stellte seinen Hof in Eickenrode als Veranstaltungsort für diesen Düngestreuer-Check zur Verfügung. „Das ist eine Maßnahme, die gleich auf mehreren Ebenen positiv wirkt und die wir, die den Trinkwasserschutz aktiv unterstützenden Landwirte der Kooperation Wehnsen, deshalb auch gern hier durchführen. Neben nachhaltigen Effekten für das Wasser wirkt sich ein optimal eingestellter Streuer natürlich auch ganz direkt und praktisch positiv für uns aus: Eine verlässlich gleichflächige Düngung heißt weniger Aufwand und damit auch weniger Kosten“, sagt Böker.

Vier Maschinen konnten bei diesem Termin ganz praktisch überprüft werden. 

Zunächst hat der Experte der DEULA aus Nienburg, Hendrik Kruse, Hinweise zur Bewertung der Düngersteuer gegeben, etwa zum Verschleiß und zu den Einstellungen. Eine entsprechende Checkliste erhielten die Landwirte, damit sie später diesen Check wiederholen können. Dann ging es weiter zum Praxisversuch auf ein Feld bei Eickenrode.

„Hier messen wir die Querverteilung mithilfe der aufgestellten Schalen“, sagt Thomas Beiß-Delkeskamp von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Braunschweig. Die LWK übernimmt zusammen mit dem Ingenieurdienst Ingus die Gewässerschutzberatung für die Landwirte der Kooperation Wehnsen. „Bei diesem Test wird die Düngermenge vorgegeben und der Düngerstreuer anhand von Streutabellen eingestellt. Dann geht es los. Auf dem Weg wird das Streuschalenset „überfahren“, so dass der in den Schalen gesammelten Dünger gewogen werden kann. Das lässt Rückschlüsse auf die optimale Einstellung der Maschine zu.“ Jeder der teilnehmenden Landwirte bekommt eine Auswertung seines Praxistests und individuelle Hinweise zu einer optimierten Einstellung der Maschine.

Kooperationslandwirtesprecher Frederik Böker (re.) mit seinem Mitarbeiter bei der Auswertung.

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