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40 Millionen: Wasserverband plant Investitionen

9. Dezember 2017
Der Peiner will 40 Millionen in die Infrastruktur stecken. Fotos: Wasserverband
Peine. Am heutigen Freitag hat die Verbandsversammlung des Wasserverbands über den Wirtschaftsplan 2018 abgestimmt. Es sollen 40 Millionen fließen. „Wir freuen uns über das positive Votum unserer Mitgliedskommunen, die unseren Weg des konsequenten Infrastrukturausbaus in Südostniedersachsen voll unterstützen“, sagte Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas dazu.

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Mit 10,2 Millionen Investitionen im Trinkwasserbereich und knapp 30 Millionen Euro in die Abwassersysteme spiegelt der Wirtschaftsplan 2018 diesen Fokus auf eine gut ausgebaute Infrastruktur. „Mit unseren nachhaltig wirkenden Investitionen, von denen noch kommende Generationen in Form einer sicheren kommunalen Daseinsvorsorge profitieren werden, stärken wir den ländliche Raum“, betont Baas.

Zwei neue Abwasser-Aufgaben: Ilsede Süd und Reinhardshagen

Die Gemeinde Ilsede überträgt die Abwasseraufgaben für Ilsede Süd, das ehemalige Lahstedt, auf den Peiner Wasserverband. „Nach zwei Jahren der intensiven Begleitung in Form einer Betriebsführung erfolgt die komplette Aufgabenübertragung und der Wechsel der Anlagen zum Verband. Das ist eine schöne Bestätigung unserer guten Arbeit“, sagt Geschäftsführer Olaf Schröder. „Wir bereiten diesen Wechsel seit dem Ratsbeschluss intensiv vor, damit ein möglichst reibungsloser Übergang gewährleistet ist“, so Schröder. Kontinuität sei auch bei der Großbaustelle Kläranlage in Gadenstedt gesichert, da der Projektexperte des Verbands bereits im Rahmen der Betriebsführung den Bau begleitet hat.
Zudem hat sich mit Reinhardshagen eine zweite nordhessische Kommune für den erfahrenen Verband aus Peine entschieden. „Wir starten mit einer Betriebsführung als intensiver Kennenlernphase. Auch hier sind unsere Abwasser-Experten gefragt, die mit ihrem profunden Wissen und ihrer Erfahrung im Betreiben von kommunalen Kläranlagen und Abwassernetzen das Rathaus in Reinhardshagen unterstützen werden“, so Schröder. Das Ziel des Verbands: Reinhardshagen ab 2019 als Vollmitglied zu betreuen.

Preisänderungen 2018 beschlossen

Mit dem neuen Wirtschaftsplan für 2018 sind die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesetzt: Rund 9,6 Millionen Investitionen in das Trinkwassernetz des Solidargebiets plant der Verband, zudem noch einmal 675.000 Euro in der Gemeinde Giesen, wo eine eigene Kostenrechnung fortgeführt wird. In Giesen bleibt der Trinkwasserpreis 2018 stabil, im Bereich Trinkwasser solidar, zu dem alle anderen Trinkwasser-Mitgliedskommunen zählen, kann der Preis dank eines guten Ergebnisses sogar leicht gesenkt werden: Der Arbeitspreis pro Kubikmeter Trinkwasser sinkt um drei Cent auf 1,48 Euro. Der Grundpreis bleibt stabil bei 96 Euro je Anschluss und Jahr.

Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas (links) und Geschäftsführer Olaf Schröder.

„Wir sind gehalten kostendeckend zu agieren. Das fordern auch unsere Aufsichtsbehörden, vom Rechnungsprüfungsamt des Landkreises über das Umweltministerium bis zur Landeskartellbehörde, ein“, erinnert Geschäftsführer Olaf Schröder. „Wenn wir Spielräume zur Senkung haben, nutzen wir diese und lösen Überschüsse in Form von Preissenkungen auf.“ In der Stadt Elze etwa kann der Schmutzwasserpreis je Kubikmeter um 40 Cent auf 3,30 Euro gesenkt werden. Auch die Niederschlagswasser-Entgelte können 2018 aufgrund gesunkenen Aufwands in folgenden Tarifgebieten gesenkt werden: Ilsede (Nord), Söhlde, Uetze, Vechelde, Freden und Staufenberg.

Überschüsse sollen abgebaut werden

Angehoben werden müssen die Niederschlagswasserentgelte hingegen in Edemissen und Algermissen, in Holle wird erstmals ein Niederschlagswasserentgelt eingeführt. „Wir sehen hier den Trend, dass sich die Preishöhen von Jahr zu Jahr entsprechend der Kostenentwicklungen in den verschiedenen Tarifgebieten unterschiedlich entwickeln werden. Längere Phasen gleichbleibender Preise wird es so voraussichtlich nicht mehr geben, denn Überschüsse werden schnell preiswirksam abgebaut und Unterdeckungen preiswirksam aufgelöst.“ 

Kostendeckend bedeute also auch, die Preise zu erhöhen, bevor größere Unterdeckungen aufliefen, so der Geschäftsführer. Das sei mit Blick auf die Abwasserpreise in verschiedenen Tarifgebieten 2018 zu sehen. Hier forderten die hohen Investitionen der letzten Jahre in die abwassertechnische Infrastruktur mit gestiegenen Kosten für Abschreibungen, Zinsen sowie der Trend steigender Materialkosten eine Anhebung.

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