Schifffahrtsamt geht mit Sonarbooten gegen illegalen Müll vor

2. Oktober 2018 von
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt kontrolliert regelmäßig die Wasserwege der Region. Dabei taucht so einiges auf. Foto: Archiv/Magdalena Sydow
Region. Vor rund vier Wochen wurde bei einer Kontrolle eines Sonarkontrollbootes des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes ein Audi im Mittellandkanal bei Peine geortet und anschließend geborgen. regionalHeute.de fragte bei der Behörde nach, was sonst noch so bei Kontrollfahrten an die Wasseroberfläche kommt und wie groß der Zuständigkeitsbereich ist.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Braunschweig ist zuständig für mehr als 500 Kilometer Wasserwege der Region und gehört zum Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Zum Zuständigkeitsbereich gehört unter anderem der Mittellandkanal von Sachsenhagen (128 Kilometer) bis Wedesbüttel (230 Kilometer) oder der Stichkanal Salzgitter (17 Kilometer). Weiter gehören dazu der Stichkanal Hannover-Linden, der Abstiegskanal zur Leine, der Stichkanal Hannover-Misburg, der Stichkanal Hildesheim und die Leine von Herrenhausen bis Neustadt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Braunschweig unterhält neben dem Sitz in der Ludwig-Winter-Straße auch eine Dienststelle in Thune. 

Zuständig ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) für einen reibungslos fließenden und damit wirtschaftlichen Schiffsverkehr. Die Behörde betreibt und unterhält die Bundeswasserstraßen und die dazugehörigen Schleusen, Wehre, Schiffshebewerke und Brücken. Und sie sorgen dafür, dass Dinge, die nunmal nicht in einen Kanal gehören, aufgespürt und geborgen werden. Da kommt so einiges an die Wasseroberfläche. 

Regelmäßige Kontrollen bringen einiges an die Oberfläche 

Jährlich werden der Mittellandkanal und die Stichkanäle im Rahmen der Verkehrssicherung flächendeckend mit dem Messschiff Visurgis gepeilt, bei Bedarf und Hinweisen mit den Arbeitsboten als Linienpeilung. Die Bauwerke, Liegestellen und Wendestellen werden jährlich im Rahmen der Bauwerksinspektion zusätzlich mit den Arbeitsboten als Linienpeilung überwacht.

Die Flächenpeilung wird ämterübergreifend durch das Peilschiff Visurgis wahrgenommen. Die Linienpeilung mit jedem Arbeitsboot. Im WSA Braunschweig sind anteilig das Peilschiff Visurgis und vier weitere Arbeitsboote mit einfacher Peilausrüstung im Einsatz.

Fast bei jeder Peilung werden Gegenstände gefunden. Meist handelt es sich dabei um Fahrräder, Mopeds, Einkaufswagen oder auch mal Autos, wie im Fall Peine. „Meist wird illegal Müll entsorgt. Handelt es sich hierbei um wassergefährdende Stoffe wird eine Strafanzeige bei der Wasserschutzpolizei gestellt. Die Gegenstände werden getrennt nach ihren Stoffen entsorgt. Ist eine Straftat nicht ausgeschlossen, wird die Wasserschutzpolizei benachrichtigt“, teilt das WSA auf Nachfrage von regionalHeute.de mit. 

In Peine wurde bei einer Kontrollfahrt des WSA ein Audi im Mittelandkanal gefunden. Spätere Ermittlungen ergaben, dass es sich dabei um ein Fahrzeug handelte, welches drei Jahre zuvor gestohlen wurde. 

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