A+B-Fuhrpark mit Abbiege-Assistenzsystemen ausgerüstet

2. Dezember 2019
Übersehen im toten Winkel – ein Problem, das vermehrt auftritt. A+B hat seine Fahrzeuge deshalb mit einem Abbiegeassistenzsystem ausgerüstet. Foto: Landkreis Peine
Landkreis. Übersehen im toten Winkel – ein Problem, das vermehrt auftritt. Gerade bei kommunalen Entsorgungsfahrzeugen mit verschiedenen, hohen Aufbauten und einem eingeschränkten Sichtfeld unmittelbar vor und neben dem Fahrerhaus ist der tote Winkel sehr groß. Die Abfallwirtschafts- und Beschäftigungsbetriebe des Landkreis Peine (A+B) haben daher ihren Fuhrpark mit Abbiege-Assistenzsystemen ausgerüstet. Das berichtet der Landkreis Peine.

„Die Fahrer bei A+B haben eine hohe Verantwortung im täglichen Betrieb. Die Verkehrsdichte hat zugenommen und Verkehrssituationen sind komplexer geworden, besonders im städtischen Bereich mit vielen verschiedenen Verkehrsteilnehmern. Dazu kommen oft städtebaulich problematische Bereiche in engen Straßen oder Gassen“, erklärt A+B-Geschäftsführer Olaf Eckardt.

Um das Unfallrisiko zu minimieren, hat A+B verschiedene Abbiegeassistenzsysteme im Betrieb getestet. Kameras erfassen bei Einleitung des Abbiegevorgangs das Feld des toten Winkels und können dabei bewegliche von unbeweglichen Objekten unterscheiden. Der Fahrer wird über ein akustisches Signal und ein optisches Alarmzeichen auf einem zusätzlichen Monitor im Cockpit gewarnt. Gesucht wurden Lösungen, die auf die speziellen Verkehrssituationen von kommunalen Entsorgungsfahrzeugen zugeschnitten sind. Sie sollen den Fahrer unterstützen, aber keine zusätzliche Belastung oder auch Überforderung schaffen. Denn für das System ist ein zusätzlicher Monitor im Cockpit erforderlich, neben dem bereits vorhandenen für das Rückraumüberwachungssystem bei der Schüttung. Zudem erfordern unterschiedliche Fahrzeugtypen auch unterschiedliche Lösungen oder Systeme.

Verschiedene Systeme über mehrere Wochen im Betrieb getestet

Sechs Abfallsammelfahrzeuge und ein Abrollkipper aus dem Abfallentsorgungszentrum in Hohenhameln Stedum-Bekum wurden mit Geräten verschiedener Hersteller ausgestattet und über mehrere Wochen im Betrieb getestet. A+B hat sich letztendlich für ein System entschieden, das auf allen Fahrzeugtypen einsetzbar und zertifiziert ist. Zudem ist es das Assistenzsystem, das bei den meisten kommunalen Betrieben zum Einsatz kommt.

Inzwischen sind bei A+B alle Abfallsammelfahrzeuge und Abrollkipper damit ausgestattet. „Glücklicherweise waren Fahrzeuge von A+B noch nie an tragischen Unfällen beteiligt. Deshalb ist die Ausstattung unserer Fahrzeuge mit Abbiegeassistenzsystemen ein wichtiger Beitrag, das Unfallrisiko weiter zu minimieren. Sicherheit steht bei uns ganz oben. Wir möchten die Fahrer und die Bürgerinnen und Bürger in kritischen Situationen schützen und vor schweren Unfällen bewahren“, so Olaf Eckardt.

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