Alternative Energie „Kalte Nahwärme“ vorgestellt

28. März 2018
CDU Fraktionsvorsitzender Michael Kramer (links) und Bauamtsleiter Cord Helmke (rechts) hatten die Dipl. Ing. Energie- und Umwelttechnik Julia Jürgensen und Torsten Bock zum Fachvortrag im Lengeder Rathaus zu Gast. Foto: CDU Lengede
Lengede. „Was sich wie ein Widerspruch anhört, ist eine neue Technik im Bereich Heizenergie und Warmwasserversorgung von Wohngebäuden“, ist Michael Kramer, Fraktionsvorsitzender der CDU/FDP im Gemeinderat Lengede, immer noch vom Prinzip der sogenannten „Kalten Nahwärme“ beeindruckt. Das teilt die CDU Lengede mit.

Im vergangenen Herbst hatte er im Rahmen einer Fraktionsreise mit seinen CDU-Kollegen die Stadtwerke in Schleswig besucht und ist dort auf diese neue, alternative, umweltschonende Energiegewinnung gestoßen. „Dadurch können Neubaugebiete umfassend mit Heiz- und Wasserwärme versorgt werden“, ist Kramer immer noch von der einfachen, kostensparenden Installation begeistert. Die Leitungen werden als Wärmetauscher in die Straßen eines Neubaugebietes gelegt und enden dann nicht am Hausanschluss, sondern führen bis zur Fußbodenheizung oder Wasserhahn.

Die Hauseigentümer investieren nach Abzug von Fördermitteln rund 8.000 Euro und zahlen monatliche Abschläge an den Energieversorger. Jährlich wären insgesamt rund 800 Euro laufende Kosten für Wartung und den Grundpreis einzuplanen. Doch nicht nur Wärme und Heißwasser würden erzeugt, sondern umgekehrt könne im Sommer das Haus auch gekühlt werden.

Informationsveranstaltung im Lengeder Rathaus

Dies wurde jetzt auf einer Informationsveranstaltung vor gut dreißig Mandatsträgern und Energiefachleuten im Lengeder Rathaus von Vertretern der Stadtwerke Schleswig berichtet. Von den umliegenden Energieversorgern hatten neben den Peiner Landwerken auch EON-Avacon, BS-Energie sowie die WEVG aus Salzgitter fachkundige Vertreter entsandt. Kontakte wurden geknüpft, um bei der möglichen Umsetzung eines Pilotprojekts in Niedersachsen, einen Investor und Betreiber zu gewinnen.

„Im Rahmen der zahlreichen Lengeder Neubaugebiete, sollte es kein Problem sein, eine Fläche für diese alternative Technik auszuweisen“, schlägt die CDU/FDP Fraktion vor.

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