Arbeitgeberverband in der Pflege gegründet

24. Mai 2019
Rifat Fersahoglu-Weber (Foto) setzt sich für Arbeitnehmer- und Abeitgeberrechte in der Pflege ein. Foto: AWO Braunschweig
Region. Mehrere große Pflegeanbieter und -Verb‰nde u.a. aus den Bereichen von Arbeiterwohlfahrt, Arbeiter-Samariter-Bund und der Diakonischen Dienstgeber in Niedersachsen haben sich auf die Gründung eines bundesweit zuständigen Arbeitgeberverbandes verständigt. Dies teilt der Arbeitgeberverband AWO Deutschland mit.

Auch der Paritätische Gesamtverband unterstützt das Projekt. Der Verband soll durch den Abschluss eines für die gesamte Branche verbindlichen Tarifvertrages sowohl die Interessen der mehr als 1,1 Millionen Beschäftigten in der Pflege berücksichtigen, als auch den Arbeitgebern eine verlässliche wirtschaftliche Grundlage geben. Mit der neuen Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) wird die Grundlage geschaffen, um Verhandlungen mit den für die Pflegebeschäftigten zuständigen Gewerkschaften zu führen. Ziel ist es, die gefundenen Abschlüsse durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für allgemeinverbindlich zu erklären. Bereits im Juni soll die Gründungsversammlung des neuen Verbandes stattfinden.

Pflegeberuf soll attraktiver werden

Ein attraktiver Pflegeberuf braucht gute Arbeitsbedingungen. Der Arbeitgeberverband AWO Deutschland e.V. setzt sich deshalb seit vielen Jahren für eine stärkere Tarifbindung ein. Als Arbeitgeber sind sie sich ihrer Verantwortung bewusst und wollen Pflegekräfte besser bezahlen. Der Zusammenschluss von ganz unterschiedlichen Pflegeanbietern zur BVAP zeigt, dass die Branche bereit ist, für dieses Ziel einen wichtigen Beitrag zu leisten, sagt der Vorsitzende des AGV AWO, Rifat Fersahoglu-Weber.

Letzte Änderungen im Arbeitnehmerentsendegesetz 

Nach Verlautbarungen des Bundesarbeitsministeriums sind für Ende Mai die letzten Abstimmungen über gesetzliche Änderungen im Arbeitnehmerentsendegesetz geplant, die noch vor der parlamentarischen Sommerpause umgesetzt werden sollen. Damit wäre auch der gesetzliche Weg frei für einen bundesweit geltenden allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Pflege. Die BVAP möchte sich mit ihrem außergewöhnlichen Bündnis von Verbänden und Pflegeanbietern sowie den Tarifpartnern für mehr Transparenz in der Pflege einsetzen, verlässliche Bedingungen für die mehr als 1,1 Millionen Beschäftigten in der ambulanten und stationären Pflege schaffen und damit Sicherheit für die mehr als 3,4 Millionen zu pflegenden Menschen.

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