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Byl: Regelung zu Schwangerschaftsabbrüchen abschaffen

14. Dezember 2017
Die Landtagsabgeordnete Imke Byl von den Grünen ist für die Abschaffungdes Paragrafen 219a, der es Ärzten verbietet, öffentlich anzugeben, dass sie Abtreibungen vornehmen. Foto: regionalheute.de
Peine/Hannover. Die Verurteilung einer Ärztin zu 6.000 Euro Geldstrafe schlägt weiter Wellen. Sie hatte auf ihrer Website angegeben, Schwangerschaftsabbrüche anzubieten und damit gegen das sogenannte Werbeverbot verstoßen. Die Grünen im Landtag forderten die Landesregierung heute auf, sich auf Bundesebene für die Streichung des Paragrafen 219a einzusetzen.

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„Ärztinnen und Ärzte müssen sachlich darüber informieren dürfen, ob sie Schwangerschaftsabbrüche anbieten. Der Paragraf ist eine Zumutung und muss schnellstmöglich abgeschafft werden“, sagt dazu die Abgeordnete und frauenpolitische Sprecherin Imke Byl. Im Bundestag zeichnet sich eine mögliche Mehrheit ab. „Alle Bundestagsabgeordneten in unserer Region, denen die Selbstbestimmung und Gesundheit der Frau wichtig sind, sind jetzt aufgefordert, sich im Bundestag fraktionsübergreifend für eine Gesetzänderung einzubringen.“

Den Paragraf 219a erließ das NS-Regime im Jahr 1933. Seither ist ‚Werbung für Schwangerschaftsabbrüche‘ in Deutschland strafrechtlich verboten. „Der Paragraf ist ein Relikt aus alten Zeiten. Aus unserer Sicht ist dieses abstruse Verbot überhaupt nicht mehr zu rechtfertigen“, so Byl weiter. „Im Gegenteil: Es sollte selbstverständlich sein, dass Frauen Informationen dazu bekommen können, bei wem und wo sie einen solchen Eingriff professionell vornehmen lassen können.“

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