Demo gegen die Schließung der Gynäkologie des Klinikums

13. Mai 2019
Rund 150 Demonstranten setzten sich für den Erhalt der Gynäkologie ein. Fotos: AktionGynPeine
Peine. Am Samstag wurde mit einer Demonstration Stellung gegen die Schließung der gynäkologischen Abteilung am Klinikum Peine bezogen. Die 150 Demonstrantinnen und Demonstranten plus Kinder protestierten laut und entschieden und zeigten, dass es nicht im Sinne der Bevölkerung ist, das Angebot vor Ort und überregional weiter zu reduzieren. Das teilt die AktionGynPeine mit.

Den Veranstaltern sei es wichtig hervorzuheben, dass es ein gesamtgesellschaftliches Thema ist. Besonders gefreut habe man sich daher über das gemischte Publikum (Männer, Frauen,  Jüngere, Ältere, Familien, Paare, Kinder). Aus den Reihen der Organisatoren sprachen Selina Pannwitz und Ann-Kristin Heiligmann-Föller auf der Kundgebung über das Anliegen und dessen Ziele.. Ann-Kristin Heiligmann-Föller betonte: „Eine sichere Geburt sollte zur Grundversorgung gehören und dazu braucht es eine kurze Anfahrtszeit und ausreichend Kapazitäten.“ Selina Pannwitz stellte heraus: „Was machen Angehörige, die ihre Lieben auf der Gynäkologie besuchen möchten, aber vielleicht nicht eben mal in die umliegenden Orte aus unterschiedlichen Gründen fahren können?“. Außerdem wurde die gewerkschaftliche Sicht von Nanni Rietz-Heering vom ver.di Ortsverein Peine dargelegt.

Die Vorsitzende des Niedersächsischen Hebammenverbandes Veronika Bujny zeigte Einblicke in die niedersächsische Versorgungslage auf und unterstützte das Anliegen der Initiatoren. Aus den Reihen der Mitarbeiter wurde die Sichtweise von Antje Bertram spontan dargelegt, die sich ebenfalls eine gynäkologische Abteilung zurück wünscht.

Selina Pannwitz und Ann-Kristin Heiligmann-Föller.

Die Initiatoren fordern von der AKH Gruppe sowie von der kommunalen Politik: „Prüft unser Anliegen genau, denkt wirtschaftsethisch, denkt daran, dass die Peiner eine gute Versorgungslage rund um gynäkologische Anliegen brauchen! Bringt diese Abteilung mittel- und langfristig wieder auf die Beine!“ Insgesamt wurde deutlich, dass sich die Peinerinnen und Peiner entschieden für den Wiederaufbau der Gynäkologie aussprechen. Dies zeigte sich auch an den Unterschriften, die für die Petition weiter dazugewonnen werden konnten. „Wir brauchen in Peine trotzdem einen langen Atem. Sobald die Petition beendet ist und das Quorum erreicht, ist eine offizielle Übergabe an die kommunalen Politiker geplant“, so die Organisatoren.

Initiiert wurde die Demonstration von einer Gruppe aus Müttern und Hebammen mit Unterstützung des Hebammenverbandes sowie des ver.di Ortsvereins Peine. Die Online-Petition kann noch bis zum 21. Mai 2019 unterstützt werden:

https://www.openpetition.de/petition/online/daseinsvorsorge-vor-profit-erhalt-wiederaufbau-der-gynaekologie-in-peine

Lesen Sie auch:

Klinikum Peine: Gynäkologie wird Ende Juni geschlossen

Medienpartner
Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: peine@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-26