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Dienstälteste Lengeder Lehrerin geht in den Ruhestand

7. Januar 2018
Gisela Jungnickel geht nach 37 Jahren im Schuldienst in den Ruhestand. Foto: IGS Lengede
Lengede. Jahrgangsleiterin Gisela Jungnickel wird nach 37 Dienstjahren von der IGS Lengede verabschiedet. Sie trat ihren Dienst am 1. Februar 1980 an.

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Ein Rückblick: Die Musik ist so vielseitig wie die Zeit. In den Charts befinden sich Songs wie „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd, „Super Trouper“ von Abba, „Santa Maria“ von Roland Kaiser und „Der Nippel“ von Mike Krüger. An der Realschule Lengede hat eine 26-jährige junge Frau ihren ersten Arbeitstag als Englisch- und Erdkundelehrerin. Anderthalb Jahre später heiratet sie und nimmt den Namen Jungnickel an.

In den darauffolgenden fast vier Jahrzehnten engagiert sich Gisela Jungnickel für die Bildung und Erziehung junger Menschen. Eine unzählige Anzahl an zuerst Siebt- bis Zehntklässlern, nach Auflösung der Orientierungsstufe im Jahr 2004 auch Fünft- und Sechstklässler lernen bei ihr die englische Sprache sowie Länder und Landschaften kennen. Während der gesamten Zeit bringt sie sich über ihren Unterricht hinaus in Schulentwicklungsprozesse ein und betreut die Schülerbücherei. Mit einem Frankreichaufenthalt in der Lengeder Partnergemeinde Ribemont im Rahmen des Schüleraustausches im Jahr 2000 beginnt eine Leidenschaft für Frankreich, wohin sie fortan zahlreiche Urlaubsreisen führen.

„Eine Idealbesetzung“

Während andere Lehrkräfte mit Ende 50 langsam beginnen, sich über den Ruhestand Gedanken zu machen, startet Gisela Jungnickel im Sommer 2011 noch einmal voll durch. Sie wechselt zur IGS Lengede. Als einst überzeugte Realschullehrerin zeigt sie sich bereits 2008 offen für eine Abwägung der Vorteile einer IGS gegenüber den Schulen des dreigliedrigen Schulsystems. In der Diskussion um die Gründung einer IGS in Lengede hat sich die erfahrene Lehrkraft in die kontroverse Diskussion des damaligen Realschulkollegiums sachlich eingebracht und Position bezogen. 2011 nimmt sie das Angebot von IGS Schulleiter Jan-Peter Braun an und wird Jahrgangsleiterin an der ein Jahr zuvor neu gegründeten Schule. „Frau Jungnickel war für mich im zweiten Jahr des IGS-Aufbaus eine Idealbesetzung“, so Braun. „Gerade in einem jungen Kollegium bedarf es einer Lehrkraft mit Erfahrung. Mit ihrer Leidenschaft Bildungsprozesse immer weiter zu verbessern, war sie Vorbild für Viele.“. Daher habe Jungnickel auch die Aufgabe erhalten, den ersten IGS-Jahrgang zu den Abschlüssen zu führen, so Braun.

Ereignisreiche Jahre

Die Entscheidung, für die letzten Dienstjahre an die IGS Lengede zu wechseln, habe ich nie bereut, so Jungnickel. Es seien herausfordernde und ereignisreiche Jahre gewesen, auf die sie sehr gern zurückblicke. Zum Abschied bricht sie noch einmal eine Lanze für den Lehrerberuf: „Ein unschlagbarer Vorteil des Lehrerberufes ist, dass man immer mit jungen Leuten zusammenarbeitet. Sie ein Stück auf ihrem Weg im Leben begleiten und unterstützen zu können, wirkt bereichernd und lässt bei der Vielfalt von Persönlichkeiten nie Langeweile aufkommen“.

Besonders glücklich ist sie darüber, dass auch nach dem Auslaufen der Realschule der Name Willi Frohwein in der Gebäudebezeichnung weiterlebt. 2007 war die Schule in Anlehnung an einen Überlebenden des Holocaust in Willi-Frohwein-Realschule umbenannt worden. Auch dieses war eines großen Anliegen von Jungnickel.

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