DRK Peine eröffnet Beratungsstelle für erwachsene Migranten

11. April 2019
Symbolfoto: Anke Donner
Peine. Das Rote Kreuz in Peine bietet ab sofort auch eine Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) an, die im Landkreis Peine leben. Damit gibt es neben der Caritas jetzt einen zweiten Träger für eine solche Beratungsstelle für Migranten, die voraussichtlich auf Dauer in Deutschland leben, das DRK Peine in einer Pressemitteilung.

Beim Roten Kreuz sei die Beratung in der Geschäftsstelle in der Hegelstraße 9 untergebracht. Die Beratung übernehme Dorit Lonnemann, die auch bisher schon für Soziales im DRK-Kreisverband Peine zuständig ist. Nach Angaben von Lonnemann habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 2018 in einer Erhebung ermittelt, dass im Landkreis Peine noch Bedarf für zusätzliche Beratung für erwachsene Zuwanderer bestehe. Dass die Zahl von Menschen mit ausländischen Wurzeln in Peine in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist, gehe auch aus einer Vorlage der Kreisverwaltung hervor, die kürzlich veröffentlicht wurde.

Angebot für Zuwanderer in den ersten drei Jahren

Die Beratungsstelle MBE werde finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums des Inneren und einem Eigenanteil des Rotkreuz-Kreisverbandes. Der Bund biete die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer seit dem Jahr 2005 an. Das Angebot ergänze den Integrationskursus für Migranten. Es sei insbesondere auf Zuwanderer innerhalb der ersten drei Jahre nach Ankunft zugeschnitten. Dabei sollen Erwachsene ab 27 Jahre bei ihrer sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration umfassend unterstützt werden. Für jüngere Migranten seien in der Regel die Jugendmigrationsdienste zuständig.

Die Beratung könne neben Asylbewerbern, Ausländern mit Aufenthaltsgestattung und Spätaussiedlern auch von EU-Bürgern mit vergleichbarem Integrationsbedarf wahrgenommen werden. Themen einer Beratung könnten zum Beispiel der Zugang zu weiteren Sprach- und Integrationskursen, Kinderbetreuung, Hilfe bei Behördenkontakt, Informationen bezüglich Aufenthaltsfragen, Lebensunterhalt, Wohnen und Freizeit, Ausbildung und Beruf sowie Beratung bei persönlichen und familiären Problemen sein.

Einzelberatungen

Die DRK-Beratungsstelle ist auch über den eigenen Wohlfahrtsverband hinaus gut vernetzt, unter anderem mit Behörden und Trägern von Angeboten, und könne daher auf Ansprechpartner für alle Themen verweisen. Durch die Beratung sollen die Migranten Schritt für Schritt in die Lage versetzt werden, ein möglichst selbständiges, in die Gesellschaft eingebundenes Leben zu führen. Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer erfolge in der Regel als Einzelberatung. Dorit Lonnemann bietet in der DRK-Geschäftsstelle Beratungszeiten nach telefonischer oder persönlicher Absprache an. Termine können während der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle, jeweils montags bis freitags zwischen 9 bis 12.30 Uhr sowie zusätzlich montags und dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 17 Uhr, vor Ort oder unter der Rufnummer (05171) 7675-12 vereinbart werden.

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