Giftköder ausgelegt – PETA setzt Belohnung aus

2. Dezember 2019
Präparierte Köder sind eine große Gefahr. Foto: PETA Deutschland e.V.
Vöhrum. Wie bereits berichtet entdeckten Anwohner am Wochenende mögliche Giftköder im Garten eines Reihenhauses im Vönnewinkel. Ein Unbekannter hatte die mit einer bläulichen Substanz präparierten Fleischbällchen am Samstag zwischen 7 Uhr und 15 Uhr dort ausgelegt. Um die Tat aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die den mutmaßlichen Tierquäler überführen, aus. Das teilt die Tierschutzorganisation auf ihrer Internetseite mit.

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05171-9990 an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation PETA melden – auch anonym.

„Sollte der Unbekannte tatsächlich Giftköder in dem Garten ausgelegt haben, um damit Hunden zu schaden, so muss er gefunden werden, bevor noch Vierbeiner verletzt oder getötet werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Derartige Täter zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und könne mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden, so PETA.

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen

Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, rät die Tierschutzorganisation. Es bestehe Lebensgefahr – das Tier könne an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen müsse ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirke schnell. Hunde sollten beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge dürfe nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen drohe. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose sei es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

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