„Gutes Wasser aus dem Hahn ist ein Stück Lebensqualität“

22. März 2019

Engagieren sich mit der kommunalen Wasserwirtschaft für Mensch und Umwelt: Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas (l). und Geschäftsführer Olaf Schröder vom Wasserverband Peine. Angesichts des Weltwassertags am 22. März fordern sie mehr Unterstützung für den Ressourcenschutz und die kommunale Wasserwirtschaft von der Politik. Foto: Wasserverband Peine


Peine. Seit 1993 erinnert er jedes Jahr am 22. März an die besondere Bedeutung dieser Ressource: der Tag des Wassers. In diesem Jahr hat die UN ihn unter das Motto „Water for all – leaving no one behind“ gestellt. Genau diesem Motto entsprechend arbeiten Wasserversorger wie der Wasserverband Peine in Deutschland schon lange. Denn sie sorgen für frisches Leitungswasser direkt aus dem Hahn – und das flächendeckend, auch in heißen Sommern wie im Vorjahr. Das teilt der Wasserverband Peine mit.

„Wasser ist ein wichtiger Teil der kommunalen Daseinsvorsorge, die die gute Lebensqualität vor Ort sichert“, betont Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas. „Gutes Wasser ist ein Stück Lebensqualität, das es zu bewahren gilt. Wir als Teil der kommunalen Wasserwirtschaft setzen uns dafür ein. Wir leisten unseren Beitrag mit nachhaltigen Konzepten und viel Engagement. Das erwarten wir auch von der Politik. Sie kann und sollte hier deutlichere Akzente setzen.“

Der Wasserverband Peine hat die gute Qualität des Leitungswassers nachhaltig im Blick. Zudem widmet er sich seit 1996 auch der sicheren Abwasserreinigung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz. „Wir als Teil der kommunalen Wasserwirtschaft investieren konsequent in die Infrastruktur – und das nicht nur, wo es sich lohnt, sondern auch in Gebieten, in denen künftig weniger Menschen leben werden, denn wir setzen uns für gleichwertige Lebensverhältnisse ein“, führt Baas aus. Der Wasserverband investiere allein jedes Jahr Millionenbeträge in die trink- und abwassertechnischen Anlagen in seinem Verbandsgebiet in Südostniedersachsen. Im aktuellen Wirtschaftsplan sind rund 47 Millionen Euro für 2019 eingestellt – ein nachhaltig wirkender Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raums.

Der Verband sei ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor der Region. „Wir arbeiten mit nachhaltigen Konzepten und setzen uns für den vorbeugenden Ressourcenschutz ein, damit auch künftige Generationen noch gutes Wasser aus der Region genießen können. Das macht gute Daseinsvorsorge aus: Sie lässt niemanden zurück und verschiebt Lösungen nicht auf morgen. Sie agiert – effizient und nachhaltig.“ Der Verband engagiere sich deshalb auch bewusst weiter in den Kooperationen zum Vorbeugenden Trinkwasserschutz mit der Landwirtschaft, etwa um das Wasserwerk Wehnsen und das Werk Burgdorfer Holz bei Hänigsen.

Politik muss Vorsorge- und Verursacherprinzip durchsetzen

Anlässlich des Weltwassertags fordert Baas, der sich auch als Vizepräsident der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) bundesweit für nachhaltige Konzepte einsetzt, ein klares Bekenntnis der deutschen Politik zur kommunalen Wasserwirtschaft. Berlin müsse den nachhaltigen Schutz der Ressource stärker in den Blick nehmen und das Verursacherprinzip dabei national wie international stärken. Man habe erste Initiativen gesehen, doch aus Sicht der Wasserwirtschaft greife das bislang noch zu kurz. „Wenn wir wirklich wollen, dass alle von einer sicheren, guten und günstigen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, wie sie die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand vertritt, profitieren sollen, dann muss Deutschland sich auch international deutlich dazu bekennen. Berlin muss eine Vorreiterrolle bei der Unterstützung der öffentlichen Wasserwirtschaft einnehmen.“

Mit Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre, gerade auch mit Blick auf die anthropogenen Spurenstoffe, ergänzt Baas: „Die konsequente Berücksichtigung des Vorsorge- und Verursacherprinzips zur Vermeidung von Gewässerbelastungen muss noch stärker in den politischen Fokus gerückt werden. Die Verursacher müssen stärker Verantwortung übernehmen und sich auch finanziell an den Umweltkosten beteiligen. Das haben wir auch gegenüber den Kandidierenden zur Europawahl betont.“

Zukünftig müssten nicht nur die Verbraucher, sprich die Wasserkunden, sondern die anderen Akteure von Herstellern über Händler bis zur Landwirtschaft ihren fairen Beitrag zur Verbesserung der Gewässerqualität leisten. Das würde das Verursacherprinzip stärken und einen ganz entscheidenden Baustein dafür bilden, eine sichere, gute und günstige Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung für alle Bürger zu erhalten.

„Die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand wird ihren Beitrag auch in Zukunft dazu leisten. Denn sie agiert verlässlich und nachhaltig, wie wir es beim Wasserverband Peine auch in Südostniedersachsen praktizieren. Die kommunale Wasserwirtschaft erfüllt bereits seit langem das UN-Motto des Weltwassertags, denn sie lässt niemanden zurück. Das erwarten wir auch von den politischen Entscheidern in Berlin und Brüssel“, bekräftigt AöW-Vizepräsident Baas.

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