Hochwasserschutz-Kooperation an Fuhse, Aue und Erse gegründet

25. Mai 2019
Engagieren sich gemeinsam für einen integrierten Hochwasserschutz an Fuhse, Aue und Erse: Vertreter der 15 Partner unterzeichneten jetzt den Vertrag in Peine. Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas (Mi.) gratulierte Bürgermeisterin Maren Wegener (Mi.) aus Lengede, die zur Sprecherin der neuen Hochwasser-Kooperation Fuhse-Aue-Erse gewählt wurde. Foto: Wasserverband Peine
Peine. 15 Partner widmen sich jetzt gemeinsam dem integrierten Hochwasserschutz der Region. Dazu haben sie in Peine die Hochwasserschutz-Kooperation Fuhse-Aue-Erse gegründet. Dies teilt der Wasserverband Peine mit.

„Ziel ist es, binnen zwei Jahren ein grenzüberschreitendes Konzept mit einem priorisierten Maßnahmenkatalog für den Hochwasserschutz an den drei Flussgebieten zu erarbeiten“, sagt Hans-Hermann Baas, Verbandsvorsteher des Wasserverbands Peine. „Das erfolgreiche Projekt des integrierten Hochwasserschutzes an Innerste und Oker steht Pate für unsere neue Initiative, die mit den drei Flüssen Fuhse, Aue und Erse den Bereich von Salzgitter über Peine bis nach Celle abbildet. Wir nutzen die positiven Erfahrungen unserer integrierten Hochwasserschutz-Arbeit im Harzvorland für diese neue Aufgabe.“

Der Kooperation, die auf eine Initiative der Gemeinde Lengede zurückgehe und der sich schnell auch Partner in anderen Landkreisen angeschlossen haben, sei es gelungen, für dieses Vorhaben Fördergelder des Landes Niedersachsen einzuwerben: 160.000 Euro aus dem Bau- und Finanzierungsprogramm seien mit einem Schreiben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vom Mai zugesagt worden. Diese Förderung wäre zwingend notwendig gewesen, um dieses Gemeinschaftsprojekt zum Hochwasserschutz starten zu können.


Vorbild Hochwasserschutz-Partnerschaft an Innerste und Oker

Der Wasserverband Peine koordiniere seit Jahren die Hochwasserschutz-Aufgaben für acht kommunale Partner im Harzvorland. Jüngst hätte auch Clausthal-Zellerfeld Aufgaben an den Verband übertragen und sei nun neunter Partner der Flussgebietspartnerschaft Nördliches Harzvorland. Diese Expertise und Erfahrung hilft nun der neuen Kooperation der Kommunen und Verbände an Fuhse, Aue und Erse zur Erstellung eines integrierten Hochwasserschutzkonzepts an den drei Flussgebieten. „Uns ehrt das Vertrauen, das die kommunalen Partner in uns und unsere Hochwasserschutzarbeit setzen“, sagt Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbands Peine. „Wir werden in dieser neuen Kooperation unser Know-how und Engagement einbringen und in der engen Frist einen Maßnahmenkatalog erarbeiten, der sowohl technische wie auch naturräumliche Lösungen analysiert und Priorisierungen auf Grundlage von Kosten-Nutzen-Abwägungen anlegt.“ Zudem werde die intensive Kommunikation mit allen Akteuren an den Flusssystemen aufgebaut, um die verschiedenen Interessen in den Überlegungen mit abzubilden. So lege man die Grundlagen für eine effiziente, nachhaltige und integrierte Hochwasserschutzarbeit in der Region.

Steuerkreis begleitet eng – Sprecher gewählt

In Peine wurde bei der Gründungssitzung der Kooperation jetzt über wichtige Gremien und Funktionen der gemeinsamen Arbeit beraten. Ein Steuerkreis werde regelmäßig tagen und sich mit dem Fortgang der konzeptionellen Arbeit sowie weiteren Themen des Hochwasserschutzes beschäftigen. „Diese enge Begleitung durch einen Steuerkreis, in dem die Partner repräsentiert sind und Gäste themenbezogen geladen werden, hat sich bei unserer Hochwasserschutzarbeit im Harzvorland bewährt. Dieses Element werden wir deshalb auch in der Kooperation Fuhse-Aue-Erse nutzen“, so Schröder. Zur Sprecherin der Kooperation wurde Maren Wegener, Bürgermeisterin der Gemeinde Lengede, gewählt.

Die Partner der neuen Hochwasserschutz-Kooperation Fuhse-Aue-Erse sind: Stadt Celle, Gemeinde Edemissen, Samtgemeinde Flotwedel, Gemeinde Ilsede, Gemeinde Lengede, Stadt Peine, Regionalverband Großraum Braunschweig, Stadt Salzgitter, Gemeinde Schellerten, Gemeinde Söhlde, Gemeinde Uetze, Gemeinde Vechelde, Samtgemeinde Wathlingen, Gemeinde Wendeburg und der Wasserverband Peine.

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