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Jahresempfang: Kirchen im Zentrum – eine persönliche Zeitreise

19. Januar 2018
Hendrik Rust, Dr. Monika Tontsch und Dr Volker Menke. Fotos: Ev.-Luth. Kirchenkreis Peine
Peine. Trotz Sturm und Regen fanden mehr als 100 Besucher den Weg zum ökumenischen Jahresempfang der Kirchen im Speehaus. Beginn war in der Pfarrkirche Zu den Heiligen Engeln mit einer Andacht und einem Vortrag zum Thema „Kirchen im Zentrum – eine persönliche Zeitreise“ von Dr. Monika Tontsch, Konservatorin beim Referat Kirchliche Denkmalpflege im Bistum Hildesheim.

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„Heute soll ein Abend der Begegnung und des Kennenlernens sein, gleich welche Weltsicht jeder einzelne hat. Wir sind schließlich alle Menschen mit der gleichen Würde“, begrüßte Pfarrer Hendrik Rust. Als Ort für den Beginn habe man bewusst die Kirche gewählt, weil diese am 25. März ihr 150. Weihejubiläum feiere. Das teilte der Ev.-Luth. Kirchenkreis Peine in einer Pressemitteilung mit.

Superintendent Dr. Volker Menke nahm in seiner Andacht Bezug auf das Vortragsthema. Er zeigte ein Päckchen Schmelzkäse und sorgte damit für Erstaunen bei den Gästen. „Nein, Sie sind nicht bei einer Verkaufsveranstaltung gelandet. Auf der Packung ist eine Kirche abgebildet, die St.-Martin-Kirche in Stiefenhofen im Bistum Augsburg. Kirchen finden sich oft auf Verpackungen, Postkarten, Ortseingangschildern und anderen. Sie sind Wahrzeichen, Orientierungspunkte und Wegweiser Richtung Himmel, Richtung Gott“, bekräftigte er.

Nach dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott, wir loben dich“ und dem Vaterunser, beendete der Superintendent seine Andacht mit dem Segen.

„Kulturgüter der Kirche sind wichtiger Teil des kulturellen Erbes.“

Im anschließenden Vortrag berichtete Dr. Tontsch zunächst über ihren Werdegang als Tochter kirchen- und architekturbegeisterter Eltern, Kunstgeschichtsstudentin, wissenschaftliche Volontärin und schließlich über weitere Stationen bis zu ihrer heutigen Tätigkeit als Konservatorin. Seit 1991 arbeitet Dr. Tontsch im Referat für Denkmalpflege des Bistums Hildesheim, in dem sich 600 Kirchen und Kapellen befinden. Zu 200 davon hat sie bereits Inventarbände erstellt, in denen gegliedert nach Objektgruppen Fotos und Beschreibungen der einzelnen Dinge zu finden sind.

„Kulturgüter der Kirche sind wichtiger Teil des kulturellen Erbes. Ihre Erforschung ist Pflicht. Auch für die Pfarrkirche Zu den Heiligen Engeln gibt es bereits einen Inventarband. Mit der Renovierung 2010 ist sie zu einem harmonischen Kirchenraum geworden und einer meiner Lieblingsorte im Bistum. Kirchen müssen offen sein und auch Platz für Neues schaffen“, forderte sie abschließend auf. Nach dem Vortrag ging es im benachbarten Speehaus weiter. Bei kühlen Getränken und leckerem Essen aus der Theresienküche gab es viel Gelegenheit zu angeregten Gesprächen.

Die Kirche war gut gefüllt.

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