Mehr als 300.000 Euro Schaden: Polizei warnt vor Trickbetrügern

9. November 2018 von
Matthias Pintak von der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel erklärt im Gespräch mit regionalHeute.de, wie man sich vor Trickbetrügern schützen kann. Foto/Video: Anke Donner
Region. Falscher Polizist, falscher Handwerker, falscher Enkel - fast täglich berichtet die Polizei von Trickbetrügern, die Bürger um ihr sauer verdientes und gespartes Geld bringen. Nicht selten sind es ältere Menschen, die den fiesen Betrugsmaschen zum Opfer fallen.

Allein in der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel gab es in den Jahren 2017 und 2018 75 Betrugsfälle oder Versuche. Dabei ließen sich die Täter die unterschiedlichsten Geschichten einfallen, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Sie gaben sich als Handwerker, Mitarbeiter der Energieversorger, Verwandte oder sogar als Polizisten aus. In den vergangenen 23 Monaten entstand dabei ein Schaden von mehr als 313.000 Euro. Die größte Beute machten Diebe im Februar in Wolfenbüttel, als sie einer Frau einen Koffer klauten, in dem 190.000 Euro waren. Aber auch sonst sind die Summen nicht gerade gering. Meist handelt es sich dabei um Beträge im viertstelligen Bereich. 

Aufklärung soll helfen

Matthias Pintak, Sprecher der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel, warnt davor, hohe Geldbeträge im Haus zu haben. Vor allem ältere Bürger würden dazu neigen, ihr Geld zuhause aufzubewahren. Sie sind dann leichte Beute für die kriminellen Machenschaften der Diebe. Hier müsse man unbedingt sensibilisieren, indem man für Aufklärung sorgt. Das tut die Polizei beispielsweise mit Informationsveranstaltungen. Bernd Neidhart, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion, klärt beispielsweise bei verschiedenen Vereinen und Verbänden auf und gibt wertvolle Tipps, wie man sich verhalten soll. Interessenten können sich an Matthias Pintak in der Pressestelle der Polizei unter der Rufnummer 05341/1897-104 wenden.

Meldung an die Polizei wichtig

Die Fallzahlen sind hoch, die Dunkelziffer vermutlich noch weit höher, weiß Pintak. Nicht allein deshalb, weil die Täter oft sehr geschickt vorgehen und an das Mitgefühl ihrer Opfer appellieren. Die Aufklärungsquote ist leider eher gering. Oft werden die Taten oder der Versuch aus Scham erst spät oder gar nicht gemeldet. „Wir möchten die Bürger sensibilisieren und sie ermutigen, dass sie sich auch bei dem kleinsten Verdacht an die Polizei wenden können. Und unbedingt dann, wenn die Täter ihre Tat vollenden konnten“, sagt Matthias Pintak. 

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