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Michael Kramer (CDU) über Platzmangel im ENNO-Zug

8. Januar 2018 von
Michael Kramer. Foto: Max Förster; CDU
Peine. Der Verkehrsbetrieb ENNO hat jüngst seine Taktung auf den Strecken im Landkreis Peine erhöht. Um dies wirtschaftlich zu gewährleisten, wurde dabei allerdings auch die Zuglänge halbiert. Michael Kramer (CDU), Verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion, bemängelte dies auf der letzten Versammlung des des Regionalverbands Großraum Braunschweig.

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Auf Anfrage von regionalHeute.de nahm Kramer Stellung dazu:

„Alle Regionalpolitiker freuen sich über eine gute Inanspruchnahme der öffentlichen Verkehrsmittel. Seit rund 15 Jahren arbeiten wir an Verbesserungen im Service des ÖPNV im Landkreis Peine. Mit dem Angebot des ENNO auf der Strecke Hildesheim – Braunschweig – Wolfsburg ist der ÖPNV wesentlich attraktiver geworden. Dies drückt sich auch in steigenden Fahrgastzahlen aus. Die Gemeinden unterstützen dies mit P&R-Angeboten, die in Lengede an den Bahnhöfen Woltwiesche und Broistedt demnächst durch Erweiterungen des Parkplatzangebots massiv ausgebaut werden.

Umso ärgerlicher ist es, dass durch die Erhöhung des Fahrplantaktes die Zuglänge halbiert wurde. Dies führt besonders in den Hauptverkehrszeiten der Pendler zwischen 6.30 bis 8.30 Uhr sowie 15.30 bis 17.30 Uhr zu sehr vollen Abteilen und damit zu einer erheblichen Minderung des Fahrkomforts. Die politischen Gremien haben sich bisher für einen reibungslose Nutzung im ÖPNV eingesetzt und ich fordere auch jetzt die Regionalverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Betreiber Metronom auf, für eine zeitnahe Abhilfe zu sorgen.

Allerdings weise ich auch daraufhin, dass Zug- und Busverkehre ein Beförderungsangebot machen, aber damit kein Sitzplatzanspruch gegeben ist. Jeder muss für sich entscheiden, ob bei einer Fahrzeit von elf Minuten zwischen Broistedt und Braunschweig, übergangsweise ein Stehplatz zumutbar ist. Außer in den Hauptverkehrszeiten ist das Sitzplatzangebot übrigens völlig ausreichend. Die Anschaffung weiterer ENNO-Züge würden den Regionalverband Braunschweig und damit den Steuerzahler rund 5 Millionen Euro je Zug kosten.“

 

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