Mieten drastisch gestiegen – Linke plädiert für Mietendeckel

10. Oktober 2019
Der Linke Bundestagsabgeordnete Victor Perli spricht sich für einen Mietendeckel nach Berliner Vorbild aus. Foto: Die Linke
Peine. Die Stadt Peine ist von starken Mietsteigerungen betroffen. Die Angebotsmieten sind seit 2012 um über 27 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des LINKEN-Bundestagsabgeordneten Victor Perli zur Mietenentwicklung in den größten Städten Niedersachsens hervor. Dies berichtet der Wolfenbütteler Bundestagsabgeordnete Victor Perli in einer Pressemitteilung.

Im Jahr 2012 zahlten Wohnungssuchende noch eine durchschnittliche Kaltmiete von 5,15 EUR pro Quadratmeter, im Jahr 2018 sind die Mieten bereits auf 6,55 Euro pro Quadratmeter geklettert. Dies entspricht einer jährlichen Steigerung von 4,1 Prozent. Neben Peine sind auch die anderen Städte von teils drastischen Mietsteigerungen betroffen. In Wolfsburg sind die Mieten von 2012 bis 2018 mit 63,1 Prozent am stärksten gestiegen.

Die Linke fordere deshalb eine gesetzliche Deckelung der Mietpreise auf dem Wohnungsmarkt. „Die aktuellen Mieten sollen als Sofortmaßnahme nach Berliner Vorbild für fünf Jahre eingefroren und zugleich regionale Höchstmieten festlegt werden“, sagte Bundestagsabgeordneter Perli. Entsetzt über die neuesten Zahlen zeigt sich auch Jürgen Eggers (Die Linke), Mitglied im Stadtrat von Peine: „Der Mietenwahnsinn macht sich in Peine breit. Günstiger Wohnraum geht verloren. Die Politik darf nicht wegsehen, wenn Mieterinnen und Mieter einen immer höheren Anteil ihrer Löhne und Renten für die Wohnung ausgeben müssen“, kritisiert Eggers. Ein Mietendeckel sei nötig, um weitere drastische Mietsteigerungen zu verhindern. In Berlin wird der von den Linken initiierte Mietendeckel nach jetzigem Stand im Januar 2020 in Kraft treten.

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