Motorradunfälle um fünf Prozent gestiegen

3. August 2018 von
Auch die Zahl der verstorbenen Motorradfahrer ist gestiegen. Symbolbild: Archiv
Region. Motorräder: Bei dem Traumwetter sind sie überall auf der Straße zu finden, die Saison läuft auf vollen Touren. Leider kommt es dabei auch immer wieder zu Unfällen, und das gefühlt häufiger als im letzten Jahr. Deshalb fragte regionalHeute.de nach, ob dem so sei, und bekam die Bestätigung von Andrea Haase, Pressesprecherin der Polizeidirektion Braunschweig.

Im ersten Halbjahr seien bisher 177 Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern registriert worden, während es im gleichen Zeitraum des vergangen Jahres 169 gewesen seien. Dabei stieg auch die Zahl der getöteten Personen von zwei auf drei und die Anzahl der Schwerverletzten erhöhte sich von 41 auf 53.

Gleich drei Motorräder waren an einem Unfall am 30. Juni auf der B241 zwischen Goslar und Clausthal-Zellerfeld beteiligt. Dabei kam ein 25-jähriger Motorradfahrer nach rechts von der Fahrbahn ab. Ein folgender 44-Jähriger aus Berlin kollidierte mit dem Verunfallten und wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Hier wurde er von einem weiteren, entgegenkommenden 38-jährigen Motorradfahrer aus Langenhagen erfasst. Der 44-Jährige erlag später an seinen Verletzungen, der 38-jährige Motorradfahrer wurde lebensgefährlich verletzt.

Ende Mai verstarb ein 53-jähriger Motorradfahrer bei Grasleben, nachdem ihn ein LKW-Fahrer übersah. Der Motorradfahrer erkannte den querenden Lkw noch, leitete eine Gefahrenbremsung ein, stürzte und prallte gegen die hintere Achse des Sattelaufliegers. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu, an denen er verstarbt.

Der dritte tödliche Motorradunfall im ersten Halbjahr ereignete sich Anfang April in Braunschweig. Ein 23-Jähriger touchierte beim Einscheren nach einem Überholvorgang das überholte Fahrzeug, verlor die Kontrolle über sein Motorrad und kam nach links von der Straße ab. Dort stieß er gegen eine Bordsteinkante, wurde nach vorne abgeworfen und gegen einen Strommasten geschleudert.

Unterschiedliche Maßnahmen für mehr Sicherheit

Zwischen Werlaburgdorf und Altenrode im Landkreis Wolfenbüttel wurde die K83 aufgrund der Motorradunfälle für die Zeit vom 1. April und 31. Oktober für Motorräder gesperrt. Dort gab es in drei Jahren 13 Verkehrsunfälle mit sieben schwer verletzten Personen. (regionalHeute.de berichtete)

Auch im Bereich der Polizeiinspektion Goslar gibt es mehrere Strecken mit einer Unfallhäufung. Dort führt die Polizei zusammen mit dem Landkreis Goslar, dem TÜV und der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel schwerpunktmäßig Geschwindigkeits- und Technikkontrollen durch.

Unfallschwerpunkte im Bereich Goslar

  • B4/B242 Braunlage – Hohegeiß (inklusive Kesselberg)
  • B241 Goslar – Auerhahn
  • B498 Altenau – Weißwasserbrücke
  • B242 Dammhaus – Sonnenberg
  • L516 Seesen – Lautenthal
  • L500 Lutter – Bodenstein

Die Polizeiinspektion Goslar führt in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Goslar, dem TÜV und der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel schwerpunktmäßig Geschwindigkeits- und Technikkontrollen durch. Diese Kontrollen werden die „gesamte gute Jahreszeit“ aufrecht erhalten, so Haase. Und das scheint dringend notwendig, denn wie die Polizei berichtete, wurden allein bei der Kontrolle am 16. Juli fast 50 Verstöße festgestellt. Dabei wurden auch fünf Fahrverbote ausgesprochen, da Geschwindigkeiten zwischen 150 und 179 Kilometer pro Stunde gemessen wurden.

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