Peiner Umformtechnik: Insolvenzverfahren wurde eröffnet

2. Juli 2018
Das Insolvenzverfahren beim Peiner Umformtechnik wurde eröffnet. Die Sanierung soll in Eigenverwaltung fortgeführt werden. Symbolfoto: Pixabay
Peine. Das Amtsgericht Gifhorn hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Peiner Umformtechnik GmbH und der Peiner Services GmbH eröffnet (Az. 35 IN 45/18 bzw. 35 IN 46/18) und die Fortführung der Eigenverwaltung angeordnet. Dies teilte die mit der Pressearbeit beauftragte Agentur Schellenberg & Kirchberg GmbH am Montag mit.

Der Betrieb läuft – wie bereits im vorläufigen Verfahren – weiter auf Hochtouren und die Geschäftsführung des Unternehmens ist voll handlungsfähig. Beaufsichtigt wird sie durch den Sanierungsexperten Manuel Sack von der Kanzlei Brinkmann & Partner, den das Gericht zum Sachwalter bestellt hat, heißt es in der Mitteilung. Als Generalbevollmächtigter unterstützte Restrukturierungsexperte Dr. Alexander Höpfner von der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner die Eigenverwaltung mit seinem insolvenzrechtlichen Know-how.

Im nun abgeschlossen Insolvenzantragsverfahren haben Geschäftsführung und Betriebsrat intensiv an einer Umstrukturierung des Unternehmens gearbeitet, um wieder zu einer kostendeckenden Produktion zu kommen. Dr. Thomas Dückers, der seit Antragstellung neuer Geschäftsführer ist: „Wir haben die Peiner Umformtechnik neu entworfen und verstehen die Produktion und den Verkauf als Eckpfeiler, die das Unternehmen gemeinsam tragen. Optimale Losgrößen, minimales Rüsten der Werkzeuge, ein fortlaufender Produktionsprozess mit geringen Stillständen sowie ein Verkauf, der die Kundenbedürfnisse mit der Produktion synchronisiert, zeichnen uns heute aus.“

Die aktuelle finanzielle „schwarze Null“ wurde auch dadurch erreicht, dass 35 Beschäftigte das Unternehmen verlassen, führt die Agentur Schellenberg & Kirchberg weiter aus . Geschäftsführung und Betriebsrat haben hierzu einen Sozialplan und einen Interessenausgleich unterzeichnet. Damit hat die Belegschaft einen erheblichen Teil dazu beigetragen, das Unternehmen fortführungsfähig zu machen. Künftig werden 227 Menschen für die Peiner Umformtechnik bzw. die Peiner Services, die administrative Leistungen erbringt, arbeiten.

Uwe Simon, Vorsitzender des Betriebsrats, erklärt: „Auch wenn jede einzelne Kündigung wehtut, wir haben alles getan, um die Peiner Umformtechnik und die Peiner Services für die Zukunft aufzustellen.“

Im Rahmen des laufenden Investorenprozesses hat es bereits zahlreiche Interessensbekundungen gegeben. Die Gespräche werden weiter intensiv geführt.

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