SPD: Idee des Betriebskindergartens ist „nicht durchdacht“

16. April 2018
Symbolbild: Sandra Zecchino
Peine. Mit einem Antrag, der morgen im Jugendhilfeausschuss beraten wird, hat die CDU-Kreistagsfraktion den Vorschlag gemacht, zeitnah einen Betriebskindergarten im Landkreis einzurichten (regionalHeute.de berichtete). Der SPD Kreistagsfraktion erscheint der Vorstoß der CDU zur Einrichtung eines Betriebskindergartens für die Kreisverwaltung in Vöhrum wenig durchdacht.

„Wirkt der Antrag im ersten Anschein familienfreundlich, wirft er bei näherem Hinsehen viele Fragen auf,“ heißt es weiter in der Pressemitteilung der SPD-Kreistagsfraktion. „Wir alle wollen eine gute und zeitgemäße Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Betriebskindergarten müsste, um sinnvoll arbeiten zu können, an der Betriebsstätte eingerichtet sein. Die Kreisverwaltung ist aber über mehrere Standorte im Stadtgebiet Peines verteilt – und im vorgeschlagenen Vöhrum befindet sich gar keine Einrichtung der Verwaltung.“

Die Abschaffung der Kindergartengebühren sowie die flexiblere Schuleingangsphase werden zu einer Veränderung der Nachfrage an Kindergartenplätzen führen. Derzeit verhandelt der Landkreis zudem mit den kreisangehörigen Kommunen über eine Neufassung der Kindergartenvereinbarung, so die SPD weiter. Grundlage der Vereinbarung sei die gemeinsame Überzeugung, dass die Organisation der Kindergärten bei Stadt und Gemeinden gut angesiedelt sei. Die Kindergartenplätze werden wohnortnah nachgefragt. Dort wird eine qualitativ hochwertige und vielfältige pädagogische Arbeit geleistet. Die Kinder werden vor Ort in ihrem sozialen Umfeld gefördert und die enge Zusammenarbeit mit den Kinderkrippen und Grundschulen ist eine wertvolle Grundlage für die Erfüllung des zunehmenden Bildungsanspruchs der vorschulischen Arbeit.

Nicht mehr zeitgemäße reine Betreuungseinrichtung

Die im CDU- Antrag beschriebene Konzeption der geforderten Tagesstätte deute mit den Ansätzen zur Steigerung der Auslastung der Verwaltung mehr auf eine nicht mehr zeitgemäße reine Betreuungseinrichtung hin, so die Kritik der Sozialdemokraten. Heutigen Bedürfnissen entspreche aber Kita mit Förderungs- und Bildungsangeboten für die Kinder. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehe in ihren Wohnorten im Landkreis ein vielfältiges und die unterschiedlichsten Bedürfnisse berücksichtigendes Angebot zur Verfügung. „Dies wollen wir durch eine weiter intensive Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen bei der Entwicklung der Einrichtungen im vorschulischen Bereich im ganzen Landkreis Peine sicherstellen und ausbauen.“

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