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Streik im öffentlichen Dienst: 1.800 Mitarbeiter auf der Straße

7. März 2018 von
1.800 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes gingen auf die Straße. Video und Fotos: Sandra Zecchino
Salzgitter/Peine. 1.800 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sind am heutigen Mittwoch in Salzgitter auf die Straße gegangen. Darunter auch 140 Arbeitnehmer aus Peine, die extra mit Bussen nach Salzgitter gereist sind.

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Die Forderungen der Arbeitnehmer sind eindeutig:

  • Lineare Entgelterhöhung von 6 Euro, mindestens jedoch 200 Euro
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Azubis: 100 Euro Entgelterhöhung, verbindliche Zusage zur Übernahme, Tarifierung von Ausbildungsentgelt für betrieblich-schulische Ausbildungen
  • 20 Prozent Nachtarbeitszuschlag auch im besonderen Teil Krankenhäuser
  • Zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des linearen Abschlusses auf die Bundesbeamten
  • Angleichung der Jahressonderzahlung Ost an West (VKA)
  • Erhöhung des Wechselschicht- und Schichturlaubs
  • 20 Prozent Zuschlag für Samstagsarbeit auch in Krankenhäusern
  • Einrechnung der Pausen in die Arbeitszeit bei Wechselschicht
  • Zusage, auf regionaler Ebene über ein kostenloses landesweites Nahverkehrsticket zu verhandeln
  • Erhöhung des Urlaubs für Auszubildende um einen Tag
  • Verbesserung der Regelungen zur Kostenübernahme des Ausbildenden beim Besuch auswärtiger Berufsschulen
  • Verhandlungszusage über erweiterte Regelungen für Leistungsgeminderte
  • Fortschreibung der Regelungen zur Altersteilzeit

Um diesen Forderungen Nachdruck zu geben, wurde zu landesweiten Warnstreiks aufgerufen. Und eines steht für den Versammlungsleiter fest: Wenn die Arbeitgeber bei der zweiten Verhandlungsrunde nicht auf die Arbeitnehmer zukommen und ein vernünftiges Angebot machen, wird wieder gestreikt.

Eindrücke vom Streik

Aktualisiert: Auswertung der Polizei

Anlässlich der Tarifauseinandersetzungen im Bereich des TVöD wurden insgesamt drei angemeldete Aufzüge und eine Abschlusskundgebung im Bereich der Innenstadt von Salzgitter Lebenstedt durchgeführt, so die Polizei. Ein erster Aufzug setzte sich ab circa 9.10 Uhr mit circa 150 Versammlungsteilnehmern von der Wehrstraße zum Parkplatz Hallenbad in Bewegung. Hierbei war eine kurzfristige Sperrung der Kattowitzer Straße erforderlich. Ein weiterer Aufzug setzte sich von der Chemnitzer Straße mit circa 250 Teilnehmern in Bewegung in Richtung südlicher Parkplatz des Rathauses. Gegen 10 Uhr startete der Aufzug vom Parkplatz des Hallenbades in Richtung des Rathauses mit circa 1.300 Teilnehmern. Hierbei wurden in zwei Fällen Schriftzüge mit abwaschbarer Sprühfarbe auf die Straße gesprüht. Im Bereich des Rathauses Salzgitter schlossen sich die Gruppierungen zusammen und formierten sich zu einem gemeinsamen Aufzug. Die Polizei richtete frühzeitig Sperrungen der Straßenzüge ein, da Autofahrer versucht hatten, diese Sperrungen zu umfahren. Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten wurden missachtet. Zum Teil traten Verkehrsteilnehmer auch verbal aggressiv gegenüber den Polizeibeamten auf. In einem Fall störte ein Verkehrsteilnehmer die polizeilichen Maßnahmen. Einem von der Polizei ausgesprochenem Platzverweis wurde erst nach Androhung von Folgemaßnahmen nachgekommen. Im Verlaufe der Absperrmaßnahmen musste ein Polizeibeamte gegenüber einem Verkehrsteilnehmer mehrfach auf sich aufmerksam machen, damit es zu keinem Personenschaden gegenüber seiner Person kam. Insgesamt spricht die Polizei von einem friedlichen Verlauf des Aufzuges und der späteren Kundgebung in der Fußgängerzone. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich zusammen circa 1.800 Person am Aufzug und der Kundgebung.

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