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Umfangreiche Straßensanierungen geplant

17. April 2018 von
In den nächsten zehn Jahren werden viele Straßen saniert. Symbolfoto: Anke Donner
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Peine. Die Stadt ist verantwortlich für derzeit zirka 289 Kilometer öffentlichen Straßen. Um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, wird alle zehn Jahre ein Straßenerneuerungprogramm festgelegt, welches die notwendigen Sanierungsmaßnahmen innerhalb der nächsten zehn Jahre priorisiert und auflistet.

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Um der Aufgabe gerecht zu werden, werden die notwendigen Maßnahmen in drei Kategorien aufgeteilt:

  • Grunderneuerung:
    Komplett neuer Straßenaufbau einschließlich Frostschutz- und Schottertragschicht bei Straßen, deren Verschleißschicht schadhaft ist und die Tragfähigkeit dauerhaft den Verkehrsbelastungen nicht entspricht. Eine Grunderneuerung wird grundsätzlich gemeinsam mit notwendigen Kanalbaumaßnahmen der Stadtentwässerung und Leitungsverlegungen der Stadtwerke durchgeführt.
  • Neueinbau der Asphaltdecke beziehungsweise der Asphaltdecke einschließlich der Asphaltbinderschicht:
    Bei Straßen mit höherer bis hoher Verkehrsbelastung, wenn die Verschleißschicht Schäden aufweist und die Tragfähigkeit grundsätzlich vorhanden ist.
  • Einbau einer Asphalttragdeckschicht:
    Bei schwächer befahrenen Straßen, Anliegerstraßen oder Wohnstraßen, wenn die Verschleißschicht schadhaft ist und die Tragfähigkeit nicht ausreichend vorhanden ist.

Angesichts der zunehmenden Verkehrsbelastungen und dem zum Teil erheblichen Alter der Straßen werden für eine deutliche und dauerhafte Verbesserung des Zustands der Straßen umfangreiche Sanierungen und Erneuerungen zahlreicher Fahrbahnen erforderlich. Dafür bedarf es aber zusätzlicher finanzieller Mittel und zusätzlichen Personals in den künftigen Haushaltsjahren. Personalwirtschaftliche Maßnahmen sind im Rahmen der Stellenplanberatungen für das jeweilige Haushaltsjahr zu beraten.

Bei der Vielzahl der sanierungsbedürftigen Straßen werde es notwendig sein, die Prioritäten der dringendst sanierungsbedürftigen Straßen festzulegen, um die Mittel möglichst effektiv einsetzen zu können. Zwar hätten grundsätzlich die Hauptverkehrsstraßen Vorrang, aber ein Großteil der sonstigen Straßen würden in den kommenden Jahren Handlungsbedarf erzeugen.

Ortsumgehung muss saniert werden

Im Zeitraum dieses Straßenerneuerungsprogramms müssten große Abschnitte der Ostumgehung saniert werden. Zirka 15 Jahre nach der Herstellung und unter der sehr hohen Verkehrsbelastung von bis zu 20.000 Fahrzeugen am Tag und einem hohen LKW- Anteil sei der Asphalt in langen Streckenabschnitten rissig, brüchig und komplett abgängig.

Die akut sanierungsbedürftigen Abschnitte der Ostumgehung sind:

  • Ortsumgehung Stederdorf: Teilstück in Höhe der Kreuzung mit der K 20
  • Stahlwerkbrücke: Rampe Südseite/ Am Stahldorf bis zur Übergangskonstruktion Brücke
  • Ostrandstraße zwischen Ascherslebener Kreisel und Rechtsabbieger Woltorfer Straße

Weitere Maßnahmen im Rahmen Straßenerneuerungsprogramm:

Grunderneuerung:

  • 2017/18: Pfingststraße/ Mittelstraße, zirka 1,5 Millionen Euro
  • 2018/19: Woltorfer Straße zwischen Nord-Süd-Brücke und Schäferstraße, 2,3 Millionen Euro
  • 2019: Ilseder Straße Teilstück zwischen Teichstraße und Festsäle, 240.000 Euro
  • 2019: Twieholzweg zwischen Eilhart-von Oberg Straße und Ausbauende, 700.000 Euro
  • 2019: Henselingstraße, 365.000 Euro
  • 2020: Werderstraße, 1,4 Millionen Euro
  • 2021: Schwicheldter Straße. 2,5 Millionen Euro

Neueinbau Asphaltdecke beziehungsweise der Asphaltdecke einschließlich der Asphaltbinderschicht

  • 2018: Braunschweiger Straße zwischen Anschluss B 65 und Lidl, 110.000 Euro
  • 2018: Wilhelm- Rausch- Straße, 270.000 Euro
  • 2019: Burgdorfer Straße von Landwehrgraben bis Ecke Zum Eichholz, 310.000 Euro
  • 2019: Stahlwerkbrücke, 600.000 Euro
  • 2019/20: Ostrandstraße zwischen Aschers-lebener Kreisel und Am Ottos Hof, 580.000 Euro
  • 2020: Duttenstedter Straße zwischen Celler Str. und Schwarzer Weg, 125.000 Euro
  • 2020: Kantstraße / Schwarzer Weg zwischen Werderstraße und Duttenstedter Str., 460.000 Euro
  • 2020: Ostrandstraße zwischen Am Ottos Hof und Rechtsabbieger Woltorfer Straße, 515.000 Euro
  • 2021: Schäferstraße zw. Woltorfer Str. und Duttenstedter Straße, 580.000 Euro

Einbau einer Asphalttragdeckschicht

  • 2018: Konsumstraße, 100.000 Euro
  • 2018: Kleine Straße (Woltorf), 40.000 Euro
  • 2019: Hesebergweg zwischen Konsumstraße und Blumenhagener Str., 110.000 Euro
  • 2019: An den Äckern, 120.000 Euro
  • 2019: Hermann- Hesse- Straße, 40.000 Euro
  • 2020: Paulstraße, 100.000 Euro
  • 2020: Kirchstraße bis Einmündung B 494, 245.000 Euro
  • 2020: Gunzelinstraße Reststück, 360.000 Euro
  • 2020: Märklinstraße, 150.000 Euro
  • 2021: Burgkamp, 195.000 Euro
  • 2021: Rahlenbeckstraße, 125.000 Euro
  • 2021: Goethestraße, 140.000 Euro
  • 2021: Marktstraße, 60.000 Euro
  • 2021: Hagenstraße, 75.000 Euro

Über die anstehenden Straßenerneuerungsmaßnahmen wird der entsprechende Ortsrat und der Ausschuss für Planung und öffentliche Sicherheit (PLÖS) zeitnah vor Baubeginn informiert. Jeweils zum Jahresende wird im PLÖS über den Sachstand der Abarbeitung der Maßnahmen des Straßenerneuerungsprogrammes berichtet.

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