Zahl der Masernfälle im Landkreis Peine auf fünf gestiegen

21. März 2019
Rechtzeitiges Impfen ist das beste Mittel gegen Masern. Dennoch gab es im Landkreis in den letzten Tagen einige Fälle. Symbolfoto: Archiv
Landkreis. Die Zahl der Masernfälle im Landkreis Peine ist auf fünf angestiegen. Das Gesundheitsamt hat bereits eine große Anzahl an Personen, die mit den Erkrankten in Kontakt gekommen sein könnten, identifiziert und informiert sowie deren Impfstatus überprüft. Das teilt der Landkreis Peine mit.

Der erste Masernfall wurde am 7. März labortechnisch bestätigt. Am Donnerstag, 21. März, erfolgte die Bestätigung des 5. Falles.

Wie erkenne ich Masern?

Die ersten Symptome sind ähnlich einem grippalen Infekt: Hohes Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, manchmal auch Kopfschmerzen und Bauchbeschwerden oder eine Bindehautentzündung der Augen mit Lichtempfindlichkeit. Die Betroffenen sind meistens sehr schlapp und haben ein starkes Krankheitsgefühl. Nach zwei bis drei Tagen können sich weiße Beläge in der Mundschleimhaut etwa auf Höhe der vorderen Backenzähne bilden (Koplik Flecken). Das Fieber geht vorübergehend zurück, dann beginnen der Hautausschlag und ein zweites hohes Fieber. Der Hautausschlag beginnt hinter den Ohren. Anschließend breitet er sich im Gesicht, Rumpf sowie Armen und Beinen aus. Der typische Masernausschlag besteht aus unregelmäßigen, drei bis sechs Millimeter großen, zunächst hellrote Flecken, die ineinander fließen. Innerhalb von einigen Tagen werden die Flecken dann dunkler bzw. bräunlich. Im weiteren Verlauf werden die Flecken wieder blasser, was oft mit einer Hautschuppung verbunden ist.

Wie schütze ich mich vor Masern?

Bereits geschützt sind Menschen, die Masern durchgemacht haben (dies sind sehr viele der vor 1970 geborenen Menschen). Da Masern mit aber einem hohen Komplikationsrisiko einhergehen (schwere Mittelohrenzündung, Hirnhautentzündung usw.) ist eine Masernschutzimpfung der beste Weg sich zu schützen. Normalerweise verabreicht man Säuglingen/Kleinkindern zwei Impfdosen. Die erste Impfdosis wird zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat verabreicht. Die zweite sollte zwischen 15 und 23 Monaten gegeben werden (frühestens vier Wochen nach der ersten Impfdosis). Werden die beiden Masern-Impfdosen nicht, wie empfohlen, im Säuglingsalter verabreicht, sollte man dies unbedingt bis zum 18. Lebensjahr nachholen, empfiehlt die ständige Impfkommission (STIKO). Außerdem sollten alle Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, eine einmalige Dosis der MMR-(Masern-Mumps-Röteln-Impfung) erhalten, wenn sie als Kind keine solche Impfung erhalten haben oder unklar ist, ob sie geimpft worden sind.

Masern sind sehr ansteckend, es reicht daher nicht aus einfach etwas Abstand zu einem Erkrankten einzuhalten, um sich vor einer Infektion zu schützen. Ein Problem dabei ist auch, dass zu Beginn der Erkrankung eher an einen grippalen Infekt als an Masern gedacht wird, der Masernerkrankte aber schon vier Tage vor Beginn der Hauterscheinungen ansteckend ist.

Weitere Informationen zu den Symptomen und Impfmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage des Landkreises Peine unter https://www.landkreis-peine.de/Soziales-Bildung/Gesundheitsamt/Masern.

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